Was hat dieser 55 jährige Mann nicht schon alles getan, um uns das Leben zu versüßen? Also, nicht jetzt persönlich oder so aber in musikalischer Hinsicht?

Wie oft haben wir uns beispielsweise mit einer Träne voller Wehmut an dieses einzigartige Duett erinnert?

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Dabei fing doch alles ganz anders an: als er Mick Harvey an der Highschool kennenlernte und mit ihm die nach ihrem Umzug nach London in Birthday Party umbenannte Band gründete um die Menschheit mit atonalem Punkattitüden zu überschütten, war weit und breit keine Spur von Weltkarriere und Songs in den Hitparaden und den Herzen der Menschen.

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Mit Mick und Barry Adamson sowie Blixa Bargeld wurden schließlich die Bad Seeds ins Leben gerufen.

Ob nun in Kollaboration mit Shane Mc Gowan, oben erwähnter Kylie oder PJ Harvey, ob mit David Tibet (Current 93) oder als Grinderman, mit Lydia Lunch oder Johnny Cash, immer waren es besondere Momente die er uns präsentierte.

Auch als Schriftsteller hat

NICK CAVE

mittlerweile nicht nur in Insiderkreisen Kultstatus erreicht, Und Die Eselin Sah Den Teufel aus dem Jahre 1990 und Der Tod Des Bunny Munro (2009) waren Meilensteine der Independent-Literaturliebhaber mit oftmals querem, schrägen und gespenstigem Ambiente.

nick

Seine Musik wurde von Wim Wenders als Filmmusik genutzt (Der Himmel Über Berlin) und sein musikalischer Stil ist trotz verschiedenster Schwerpunktsetzungen einfach einmalig.

Nun liegt mit
Push The Sky Away
sein brandneues, sein fünfzehntes Album vor und es vermag eine enorme Fülle an Überraschungen über seine Hörerschaft auszuschütten. In der Ruhe liegt die Kraft könnte man sagen und die Umsetzung seiner neuen Songs ist ein breitgefächertes Füllhorn an zeitlos anbetungswürdigenden Hymnen für die Unendlichkeit. Der Spannungsbogen, gleich zu Beginn mit We No Who U R bis zum Zerreißen gespannt wird durchgehend in Position gehalten.

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Es ist eine Reise –

NICK CAVE

sagt, ans andere Ende der Welt. Natürlich kommt es immer darauf an, wo man sich befindet, entsprechend ist das andere Ende für Jeden irgendwo anders, man könnte es als Reise zu sich selbst oder in die ureigene Gedankenwelt bezeichnen.

nickpush

We No Who U R
Wide Lovely Eyes
Waters Edge
Jubilee Street
Mermaids
We Real Cool
Finishing Jubilee Street
Higgs Boson Blues
Push The Sky Away

Man könnte über die neuen Lieder Seiten füllen, Romane schreiben, jeden Song allein auseinandernehmen und das Für und Wider abwägen, letztendlich kommt man aber zu dem Ergebnis, dass mit
Push The Sky Away
ein grandioses Werk für die Ewigkeit sich unaufhaltsam auf dem Plattenteller dreht und dreht und dreht. Und so lange die Welt sich dreht.. und wenn sie nicht gestorben sind..

96/100

2 Kommentare zu „Gedanken für die Ewigkeit: NICK CAVE – Push The Sky Away

  1. Ja hallo.. danke für Deinen Kommentar – und auch für das Ende der Welt..
    Ein kurzer Einblick in die Welt von Herrn Cave kann natürlich nur unvollständig sein, daher ist jede Ergänzung willkommen und eine Bereicherung!
    Viele Grüße aus Wien!

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