johnny

Oh. Der alte Racker rockt wieder.
Und keiner spielt so das Instrument wie er. Noch immer und immer wieder. Übertrieben wäre sicherlich die Behauptung, der kleine Gitarrengott hatte wieder mal Lust auf Musik machen.

Old fashioned und stylish und irgendwie im Geiste independent kommt er daher und er macht seine Sache gut.
Aber macht er zusammengenommen alles gut genug um ein Album zu veröffentlichen, dass nicht in der Menge untergeht?

Seit seinem Ende bei und mit den Smiths wurde er von Unternehmungslust und einem unsteten Geist getrieben, gründete Electronic, spielte mit Modest Mouse, zusammen mit The The und den Cribs. Überall hinterließ er Fußabdrücke ohne jedoch dauerhaft sichtbare Spuren zu hinterlassen.

mess

The Right Thing Right
I Want The Heartbeat
European Me
Upstarts
Lockdown
The Messenger
Generate! Generate!
Say Demesme
Sun & Moon
The Crack Up
New Town Velocity
Word Starts Attack

° ° °

Er schreibt interessante Texte, hat gute Ideen und setzt sich musikalisch nicht in die Nesseln sondern in die Hängematte und spielt entspannt seine Socke runter. Es geht um Millionen und Protestschüler, er verbreitet düstere Stimmung (Say Demesme) und lässt es in alter Manier krachen (Sun & Moon) und es entsteht wie nebenbei das ein oder andere Highlight.

Er sagt, er liebt es zu singen. Das tun viele. Zu Hause unter der Dusche. Zum Beispiel. Trotzdem machen nicht alle ein Album draus und das ist gut so.

JOHNNY MARR

tat es trotzdem und trotz seines wahrlich unnachahmlichen Talents, die für ihn (die Smiths) typischen Gitarrenlinien zu zeichnen existiert nicht völlig sinnlos der Satz mit dem Schuster und den Leisten. Denn im geliebten Gesang liegt der erwähnenswerteste Schwachpunkt von
The Messenger.

Es fehlt dem Werk die eingängige und prägende Stimme, eine, die zu Herzen geht, Gefühle zu transportieren in der Lage ist ohne gleichbleibend und unnachgiebig in meist einer Tonlage zu verharren. Dies hat durchaus seinen Reiz, auf Albumlänge gesehen ist dies aber leider ein wenig ermüdend.

So ist
The Messenger
ein gutes Album eines sympathischen Johnnys geworden, leider aber wie schon erwähnt hinterläßt es meist nur Druckstellen, keine Spuren.

Vielleicht hat ja Morrissey beim nächsten Mal Lust, als Gastsänger einzusteigen.

° ° °

johnny-marr.com

68/100

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.