Eindringlich und gespenstisch, vielschichtig und wie ein immer wiederkehrendes Mantra.
Wenn Deine Eltern früher mit Bee-Bop-A-Lu-La und PeterKraus aufgewachsen sind, in späterer Jugend die Beatles und die B52’s gerade noch erträglich waren, Led Zeppelin und Iron Butterfly höchstens dem großen Bruder gefallen haben, dann könnte man diese gemischte Plattensammlung
einmal durch den Reißwolf jagen, einfrieren und nun, im Mai 2013 wieder auftauen.
Immer noch frisch aber irgendwie auch verändert.

Wenn Dir die Acts auf dem Haldern schon immer viel eher zusagten als die vom Nova-Rock oder Röckchen Im Park, dann, ja dann ist
Animals In The Median
das Richtige für Dich.

Wenn Dir das aber alles nichts ist und Du trotzdem Lust hast auf brennend-brausende,
relaxte Musik die Belle & Sebastian und She & Him verinnerlicht,
aufgesaugt und ausgepresst und das Konzentrat fein verzwirbelt und zu einem völlig eigenständigen Ding verarbeitet hat, auf Musik die Dir in schlechten Tagen ein kleines Lächeln in die Mundwinkel zaubert voll von überraschenden Wendungen und Biegungen ist, wenn Dir gerade die x-te Rechnung auf den Tisch geflattert ist und eh Scheißstimmung herrscht, wenn Du einfach gut unterhalten sein magst und die Vielfalt aus Sixties, Twee und Sounds aus dem Hier und Jetzt um die Ohren hauen möchtest, auch dann solltest Du nicht achtlos am neuen Werk von

RADIATION CITY

vorbeigehen sondern einfach kurz innehalten.

Wenn Du dann nach zwei oder drei Minuten immer noch kein Bock auf gar nichts hast,
kann weder ich Dir helfen noch sonst irgendjemand.

radmichaelharper

Es hüpfen die Retro-Instrumente durcheinander, hier ein Pling extra und dort ein Plong dazu, ein quietschiges Zwischenspiel, wunderbar eingesetzt und einfach passend. Großer Klang aus kleinen Ideen. Einfallsreich könnte man sagen. Durchdacht würde nicht unzutreffend sein. Fröhlich und nachdenklich, perfekt auf den Punkt, breit und groß, dabei sparsam, Lo-Fi und wie nur für Dich gemacht. Schon bald wird jeder Ton hoffnungsvoll erwartet und wirkt gleichsam befreiend und bedeutsam, einfach wie ein Farbsprengsel in einem Sommerbild, der Duft der die Brise vom Meer zu Dir herüber trägt und den Gedanken an Ausgeruhtsein und guter Laune größer werden lässt.

Portland ist nicht der Nabel der Welt aber die Heimat dieser 2009 gegründeten Musikfamilie, der
Randy Bemrose, Elisabeth Ellison, Patti King, Matt Raffert und Cameron Spies angehören.
Vielleicht fahr ich da ja irgendwann mal hin.

Eigentlich sollte man nur Musik hören, die einem gefällt.

Fang mit

RADIATION CITY

an, Du wirst nicht enttäuscht.

radcoZombies
So Long
Wash Of Noise
Food
Foreign Bodies
Wary Eyes
LA Beach
Entropia
Buckminsterfullerene
Summer Rain
Lark
Call Me

° ° °

radiationcity

tumblr

95/100

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