var
Wenn man nur lang genug auf Trockenfleisch herumkaut, wird es wieder weich, geschmeidig, nahrhaft.
Ein harter Brocken ist auch das, was

VÅR

uns hier zum Fraß vorwerfen.

Kauen, kauen, kauen. Kauen bis der Kiefer knackt.
Man kann auch ein Knacken der Halswirbelsäule durch ruckartiges Drehen des Kopfes durch eine kräftige Bewegung (Drehung) des Kopfes, fest gehalten in zwei Händen herbeiführen.
Oftmals führt dies zu größerer Bewegungsfreiheit, wenn beispielsweise eine Gelenkblockierung oder ähnliches vorliegt.

Vier Freunde muss man sein.
Ein Kühlhaus und homoerotische Bilder.
Schattiger Klang, Monotonie. Düsternis.
Wie fühlt es sich an, wenn man unter einen Mähdrescher gerät? Und: wie klingt das?
Hämmernde Drums, zackige Gitarren, erstickende Synthie-Klänge, zerklüftete Beats.
Latente Aggressivität, Verletzlichkeit.

Elias Rønnenfelt, Sänger und Kopf von Iceage und Loke Rahbek (Sexdrome), der Gründer des in Kopenhagen ansässigen Posh Isolation-Labels ist, verbindet eine lange, tiefe Freundschaft. Gemeinsam mit Lower’s Kristian Emdal und Lukas Højlund (Redflesh) haben sie im Selfmade-Studion des Cult Of Youth Frontmanns Sean Ragon ihr Debütalbum eingespielt. Ursprünglich „War“ benannt, änderten sie auch aufgrund rechtlicher Streitigkeiten ihren Namen in

VÅR.

Klingt ähnlich, hat aber ebenfalls die Bedeutung Frühling.

Dabei klingen sie eher wie ewige Dunkelheit und Nebel und Herbst und fallendes Laub.
Stimmlich durchaus in der Nähe des jungen Robert Smith, stimmungsmäßig in der Nähe von Cure meets Joy Division verknüpfen sie Synthiepop-Elemente mit martialisch harten Einschüben und Tribal-Folk und vermitteln durch Distanz und Kälte eine emotionale Achterbahnfahrt.

Mit ihrem eingängigsten Song The World Fell werden sie dunkle Tanzflächen füllen und zeigen abseits ihrer meist dargebotenen atonalen Industrial-Eigenschaften eine wunderbar bewegende und einschmeichelnde Stimmung der beseelten Düsternis.

varco

Begin to Remember
The World Fell
No One Dances Quite Like My Brothers
Motionless Duties
Hair Like Feathers
Pictures of Today / Victorial
Boy
Into Distance
Katla

° ° °

sacredbonesrecords

92/100

Ein Kommentar zu „Bis der Kiefer knackt: VÅR – No One Dances Quite Like My Brothers

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