Da sind so viele kleine Nettigkeiten verstreut.. wünschen wir uns vielleicht etwas die Ursprungs-Editors zurück?
Hätten wir auch gern mal einen neuen A-Ha-Song gehört? Möchten wir vielleicht auch Cure-mäßige Anklänge verwurschteln?

Den Schritt der

WHITE LIES

zur wirklich großen Band habe ich irgendwie verpasst. Ich habe von den Chartplatzierungen ihrer letzten Alben nichts mitbekommen und die Band eher als unscheinbar, im Hintergrund und der großen Masse eher unbekannt verortet.

Sie werden nicht den Überhit landen und in unseren Landen zum großen Hype werden, wenngleich sie sich mit ihrem
Big TV
auf machen, die ganz große Hallen zu bespielen.
Ob sie sie allerdings füllen werden, wird sich zeigen.

Man hat beim Hören dieser neuen Platte, ob man möchte oder nicht, oft Vergleiche im Kopf, die man gar nicht erwartet hätte, man hört und hört.. und alles kommt einem von irgendwo bekannt vor.

So sind für mich die

WHITE LIES

doch eher etwas wie eine heimliche „ich kenn da was“-Band gewesen und haben diesen Status nie verlassen können.
Sie klingen aber auf ihrem dritten Album nun als würden sie gern die Welt retten – vor allem aber ganz viele Menschen dringend begeistern wollen. Nötig hätten sie das nicht.

So gibt es Anleihen an dunkle Eighties-Epigonen, dieses Kärtchen wird mehrfach gespielt.
Hand heben, dunkel können wir auch.

Seien es Gitarrenspiel wie Joy Division. Seien es Gesangslinien wie Marian Gold mit Alphaville (Mother Tongue)  oder Melodielinien die man bei den Comsat Angels geliebt hat. Und nochmal: auch Echo & The Bunnymen gibt es zu hören, im Ohrwurm Get Even (geht einem wirklich nicht leicht wieder aus dem Gehörgang) beispielsweise. Überall verstreut findet man Synthies wie sie Ultravox vor 25 Jahren auf Vienna hervorzauberten.

Hier ist alles vorhanden, was ein gutes Album und gute Songs ausmachen würde.
Nur.. neu ist das nicht. Und originell bei all der Eingängigkeit auch nicht.

Sie haben was, unbestritten.
Aber die Anlehnung an die Originale funktioniert nicht ohne Abstriche bei der Eigenständigkeit, geht etwas arg weit und die Zurschaustellung des „das können wir auch“ ist wenig funktionell.

big

 Big TV
There Goes Our Love Again
Space I
First Time Caller
Mother Tongue
Getting Even
Change
Be Your Man
Space II
Tricky To Love
Heaven Wait
Goldmine

° ° °

whitelies

soundcloud

76/100

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