Manchmal habe ich Probleme, die

ARCTIC MONKEYS

und Arcade Fire gedanklich auseinander zu halten.

Wenn dann auch noch sehr zeitnah neue Musik aus beiden Richtungen erscheint, macht dies die Sache nicht einfacher.
Dabei haben beide Bands maximal soviel gemeinsam wie Herr Müller-Lüdenscheid und Herr Kloebner: sie teilen sich eine Badewanne. Wenn überhaupt.

Hier geht es jedenfalls um die

ARCTIC MONKEYS.

Die haben nämlich nicht nur was die Veröffentlichung der neuen Musik angeht die Nase vorn sondern auch den cooleren Sänger.

Dem mag zwar nicht unbedingt jeder zustimmen, ist aber trotzdem so.
Alex Turner ist ein verdammt cooles Schwein.

Was er allein mit den Last Shadow Puppets fabriziert hat (ich warte sehnsüchtigst auf einen Nachfolger von The Age Of The Understatement, ist ja nun auch schon.. drei Jahre her..) ist doch wirklich allererste Sahne.

Und, was gibt es nun neues zu vermelden von den

ARCTIC MONKEYS?

Nun, zunächst einmal versuchen sie nicht das zu tun, was viele tun, sei es Bloc Party, Franz Ferdinand oder wie sie alle heißen, diese Bands, die in etwa zur gleichen Zeit ins Rampenlicht gerieten wie die Band um Alex Turner.
Nämlich versuchen sie nicht, ihre ersten großen Erfolge auf Teufel komm raus zu wiederholen und versuchen sich ebensowenig an einer neuen Neuinterpretation des Debüts, das ihnen zur verdienten Aufmerksamkeit gediente.

Die Monkeys leben von der Stimme von Alex Turner und Alex Turner lebt von seiner Stimme und für diese Stimme würde manch ein minderbemittelter Sangeskünstler sterben. Ich singe nicht und finde sie trotzdem irgendwas zwischen entzückend und außergewöhnlich bemerkenswert. Und, Herr Turner hat singen gelernt. Er legt mehr Gefühl in sein Organ als jemals zuvor, er intoniert, forciert und lenkt die Musik, zieht die Aufmerksamkeit auf sich und seine (diesmal weniger ironisch gehaltenen) Lyrics und allein durch das Vorhandensein der Indie-Ballade des Monats (…) No.1. Party Anthem ist die Anschaffung dieser Platte gerechtfertigt.

Sie klingen nicht mainstreamiger als zuvor, sie sind einfach ein Stückchen älter geworden und durch ihre Rundumerfolge haben sie inzwischen und nicht unverdientermaßen ein gesundes Selbstbewußtsein aufgebaut, welches sie hier cool und sexy heraushängen lassen.

Mit seiner Beteiligung an
AM
tut übrigens Queens Of The Stone Age-Oberkopf Josh Homme das, was man unter Freunden tut, man trinkt erst ein wenig und musiziert dann gemeinsam. Tut dem durchgehend unterhaltsamen Album aber keinen Abbruch, wenngleich es ohne ihn sicher nicht großartig anders geklungen hätte. Ich wollte es nur kurz bemerken.

AM
wird zum Jahresende in vielen Listen auftauchen und ist gerade eben bereits auf der Shortlists des Mercury Music Prize gelandet. Ein Anfang.

am

Do I Wanna Know?
R U Mine?
One For The Road
Arabella
I Want It All
No. 1 Party Anthem
Mad Sounds
Fireside
Why’d You Only Call Me When You’re High?
Snap Out Of It
Knee Socks
I Wanna Be Yours

° ° °

93/100

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