cuu(photo & allrights flau / CUUSHE)

Dieses viel zitierte Dreampop-Genre ist ein mittlerweile überaus weit gefächertes. Alles was annähernd nach Synthiemischma(t)sch mit Engelsstimmchen, Drummaschine und sphärendurchziehenden Tonfolgen klingt wird dem gern zugeordnet.

Falls jemand Beach House in ihren frühen Tagen toll fand und der nun nach ähnlichen Tönen lechzt, für den gibt es jetzt Nachschub in Form einer möglichen neuen Lieblingsband. Die Rede ist von

CUUSHE.

Perfekt für die Zeit, in der sich die Herbstsonne über den Bergwipfeln oder der Silhoutte der Stadt hinuntersenkt um in einen langen Abend überzugehen, kommt vom japanischen Label flau diese Schmetterlingsbox in Form der
Tokyoer Musikerin
Mayuko Hitotsuyanagi alias

CUUSHE

die mittlerweile größtenteils in Berlin ansässig ist.
Labelgründer und Unterstützer
dieser Veröffentlichung ist Yasuhiko Fukuzono, der unter dem Pseudonym „aus“ selbst als Musiker, Remixer und Produzent (auch von Butterfly Case) unterwegs ist.

Genreübergreifend zwischen dem erwähnten Dreampop und Chillwave und Shoegaze-Elementen schwankend, schwebt die vorliegende Produktion in mehr oder weniger seichten Gewässern. Was nichts über die Qualität aussagen soll. Und kann.

Zwischen all den easy-listening-Sounds sollte auch eine Dreampop-Scheibe in der Lage sein, den Hörer zu fesseln und abwechslungsreich zu unterhalten. Entspannung ja und zurücklehnen, ja, trotzdem ist ein vorhandener Spannungsverlauf hilfreich.
So es bei diesem vorliegenden Werk etwas zu bemängeln gibt, dann vielleicht die Tatsache, dass die Songs kaum voneinander zu unterscheiden und eher gleichförmig in Ton und Tempo sind wodurch das Album in seiner Gänze wie ein in sich geschlossenes künstliches Gebilde wirkt. Zwar blubbert die Ambient-Beat-Box mal mehr und mal weniger heftig, es ist aber eine durchgehend gleichbleibende Stimmung die hier erzeugt wird. Vielleicht ist auch gerade das ein positives Kriterium, nach dem Motto, alles klingt wie aus einem Guß. Und wenn man erst einmal drin steckt, ist es nicht leicht, diesem süßen honiggleichen Melange zu entkommen.
Insgesamt ein wohliges Album, ein Ausflugwie ein Urlaubstag zum Verschnaufen und Durchatmen.
Braucht man manchmal, kann aber auch bei erhöhter Hörfrequenz ein wenig monoton und stark sedierend wirken.

cuuco

Sort Of Light
I Dreamt About Silence
Butterfly
I Love You
Twilight
I Miss You
Lost My Way
Swing Your Heart
Steamy Mirror
Hanabi

° ° °


Sort Of Light


I Love You

cuushe.net

soundcloud

flau

71/100

Ein Kommentar zu „Ab und an: CUUSHE – Butterfly Case

  1. Cuushe gerade durch diesen Artikel entdeckt:) wird angehört.

    ps. und jaaaaa…:
    Dreampop Dilemma. Ein manchmal sich wiederholender musikalischer Sumpf, dem man doch nie entkommen kann.

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