TheLostCavalry_Studio

Leichte Melodien, in die Höhe schwingend und wie ohne einen Flügelschlag sich treiben lassend, herab von ganz oben, wo die Wolken wohnen und die Luft dünn ist.

THE LOST CAVALRY

ist die neue Band des ehemaligen Gitarristen von Fanfarlo, Mark West.

Er hat Toby Atkins (Gitarre, Gesang), Nick Goold (Gitarre), Oliver Whitehead (Bass), Jonny Tansey (Schlagzeug)
und Derek Yau (Melodica) um sich geschart und ergreift die Gelegenheit, eine Gefühlsduseligkeit
sondergleichen mit Charmanz in die Songs ihres Debüts zu zaubern.

Es war ein bewegendes Jahr für die junge Band. Neben vielen Konzerten arbeiteten
sie bis zum Abwinken am Erstellen ihrer Sounds für
Three Cheers For The Undertaker.

Wenn man möchte, klingt dies wie eine Art Fortführung des „alten“ Fanfarlo-Klanges mit lediglich veränderten Vorzeichen, dennoch sind

THE LOST CAVALRY

mehr als meilenweit entfernt davon, irgendjemandes Sound zu kopieren.

Es ist eine weiche, eine schleichende Platte geworden, die mit stillen Tönen und kleinen Überraschungen zwischen den Zeilen zu gefallen weiß, die sich wunderbar einfügt in eine nahezu endlos erscheinende Reihe von
erstklassigen Veröffentlichungen im Indie-Folk-Pop-Bereich.

Schon mit dem Opener Secret Ships wird die Marschrichtung vorgegeben.
Ein Klagegesang mit breitgefächerter akustischer Instrumentierung.
Mit Snow City Radio ist ein modernes Wintermärchen entstanden. Das füllige Schlagzeug tanzt einen Tanz voller Schneeflocken, der eine Mediatation über die Einsamkeit in dieser Welt darstellt.
Stars Are Ripe wird geleitet von Marschtrommeln, nach Freiheit suchendem Gitarrenspiel und einem perfekten Hauch Sehnsucht und der zartschmelzenden Stimme des Bandleaders.

Stare Out To Sea begleitet uns balladenhaft mit einer Stimmung zwischen Robert Smith und Michael Stipe, während The Elephant Of Castlebar Hill gesanglich eher an irische Folklorebarden gemahnt während die Melodica zu Ruhe und Besinnung anregt.

Mit Fara Fara gelingt ein wetterresistenter Song der sich zur Hymne emporschwingt.
In Only Forward schließlich gewinnt der Folkeinfluss zum tragen, Herzscheiße, schön dass du da bist.

Ähnlich folkig kommt im Anschluss Desert Tracks daher, wandert zielstrebig ins Ohr und schafft eine wohlige Atmosphäre mit einer Melodie, die noch Stunden später seine Fühler nach dir ausstreckt.

Eine nachdenkliche Ballade, gestützt auf sparsame Schlagzeuglinien folgt mit Telescope während das anschließende King Of Kings sich mit stimmlichem Crescendo langsam emporschwingt um sich am Ende in die aufgetürmten Instrumentenberge zu stürzen. Last Stand mit Gitarren, die man in London an der Straßenecke aufgeschnappt haben könnte schlägt den Bogen zum Rausschmeißer: Mono. Ein tiefsinniges Ende, das zeigt, dass

THE LOST CAVALRY

ihren Weg fortsetzen werden, ohne Rücksicht auf ihre Vorgeschichte nehmen zu müssen.
Sie haben ihren eigenen Stil bereits gefunden und lassen uns gemeinsam einen weiten Blick in die Zukunft werfen.

TheLostCavalry_ThreeCheersForTheUndertaker_Cover_Web_1400px

Secret Ships
Snow City Radio
Stars Are Ripe
Stare Out To Sea
The Elephant Of Castlebar Hill
Fara Fara
Only Forward
Desert Tracks
Telescope
King Of Kings
Last Stand
Mono

° ° °

thelostcavalry

bandcamp

90/100

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