Autosave-File vom d-lab2/3 der AgfaPhoto GmbH

Im vergangenen Jahr war Under The Pale Moon, der Vorgänger zur neuen Platte
Cut Yourself Free
von

Wymond Miles

ein großartiges, raumgreifendes, allumfassendes, gutes & überraschendes Album,
das einen mehr als verdienten Platz zwischen meinen Lieblingen gefunden hat.

Diesem Werk auf den Fersen gibt es nun neuen Stoff, wieder bei den wundervollen Damen und Herren des sacredbones-Labels veröffentlicht (die ich nicht müde werde positiv zu erwähnen).
Wie vom Fresh & Onlys-Gitarristen Miles nicht anders zu erwarten wieder fast zur Gänze im Alleingang aufgenommen und produziert, liegt hier nun ein wunderbares vielversprechendes Album vor, das schon beim ersten Erleben eben das ist: ein Erlebnis.

wymond
The Ascension
Passion Plays
Night Drives
White Nights
Bronze Patina
Vacant Eyes
Anniversary Song
Why Are You Afraid?
Love Will Rise

° ° °

Songs für einen Ausflug im fahlen Mondlicht, für durchwachte Nächte oder die frühen blauen Stunden, wo die Nacht langsam in den Tag übergeht, fließend und ohne spürbare Bewegung, nach dem Erwachen und bevor man in der Lage ist, die strömenden Gedanken zu ordnen. Jene Phase, in der die Orientierung noch nicht gelingt und man den Wachzustand vom Traum kaum unterscheiden vermag.

Es liegt eine Dunkelheit und eine hintergründige Melancholie in seinen Liedern.
Es ergreift einen und man fühlt sich an frühere Zeiten erinnert, als die Songs von Echo & The Bunnymen, The Fall und The Smiths neben denen der Comsat Angels im Szene-Radio liefen.

Zwischen den wilden, floureszierenden mit cooler Überlegenheit vorgetragenen Lyrics preschen die Gitarren hervor (White Nights) und die Synthies blubbern und reiten wild durch Ultravox-ähnliche Songstrukturen (Night Drives). Man sieht die Wolken vorüberziehen, spürt den Sand durch die Finger rieseln und begleitet Mr. Miles durch einsame Wüstenlandschaften (Vacant Eyes).

Cut Yourself Free
bietet ein breit gefächertes Spektrum, punkig-angehauchte Momente neben Geschichten einsamer Herzen,
mystische Energien (Anniversary Song) und Seelenqual par excellence.

° ° °

bandcamp

sacredbonesrecords

96/100

2 Kommentare zu „Die blaue Stunde: WYMOND MILES – Cut Yourself Free

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