jeremy

(photo & allrights krecs.com / JEREMY JAY / Marcel Castenmiller)

Er tut es wieder.
In seiner zurückgelehnten Coolness kommt er, kommt uns spielt uns eins vor.
Er tut es wie immer und es ist wie immer grandios.

JEREMY JAY

klingt frisch und ausgeruht.
Er klingt gereift, weiterentwickelt, anders und doch vertraut.
Er erzählt  häufig mehr als er singt, seine Musik die ihn dabei begleitet mutet minimalistisch an.
Verhuschte Synthies, die verstärkte Gitarre, die immer klingt wie in der dunklen Einfahrt gezupft, die seine Stimme machen
Abandoned Apartments
zu einem Ausflug in seine ganz persönliche Welt, die durchzogen ist von Wave-Wellen und träumerischen Eskapaden.

Seit Dream Diary aus dem Jahr 2011 hat er an einigen Filmprojekten mitgewirkt (Belle Epine und Grand Central – beide waren auf dem Filmfest in Cannes zu sehen, für Grand Central hat er eine 35-minütige Filmmusik geschrieben), die musikalische (Veröffentlichungs-)Pause hat er nicht ungenutzt verstreichen lassen, hat viele Songs aufgenommen und nebenbei in Los Angeles, wo er aufgewachsen ist, als Nebendarsteller in einigen Filmen und Werbespots mitgewirkt.

Für die Aufnahmen zur neuen Platte haben er und seine Band das alte Vogue-Studio in Paris gemietet.
Sie spielten und probten dort Nacht für Nacht und Tag für Tag, haben hier eine Stimme und dort ein Instrument eingefügt.
Zurück in seiner neuen Heimatstadt London hat er alles im Alleingang gemischt und aufgenommen, in den Musicbox-Studios.

Die Songs haben mehr als nur Ohrwurmcharakter, sie sind schlicht und ergreifend wunderbar.
Er hat auch auf
Abandoned Apartments
nichts eingebüßt von seinen Songschreiberqualitäten und packt alles hinein, was er zu bieten hat. Alles, um den Hörern seine persönliche Vorstellung seiner Musik zu vermitteln, eine Art Jayscher Klarheit und Schönheit.
Ein sympathischer und ehrlicher Kerl ist er, einer, dem seine Musik mehr bedeutet als der Blick nach links, rechts oder gar auf irgendwelche Chartportale macht er das, was er am besten kann.
Ergreifend und faszinierende Songs die vom ersten Ton an mit ihrem Charme und Esprit geradezu herumschmeißen, ohne überheblich oder aufdringlich zu sein.

Klänge wie früher in etwa The Church fabrizierten schwirren als Erinnerung durch den Kopf.
Die Songs des neuen Albums sind dunkler und mystischer, hintergründig und geheimnisvoller, ziemlich umwerfend und oft fast zerbrechlich und sensibel.

jeremyco

Sentimental Expressway
Covered In Ivy
Graveyard
The View From The Train Window
Red Primary Afternoon
Far And Near
When I Met You
Abandoned Apartments
You Said It Was Forever
I Was Waiting

° ° °

soundcloud

krecs.com

98/100

Ein Kommentar zu „Charismatische Punktlandung: JEREMY JAY – Abandoned Apartments

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