JessieFrye.VishalMalhotra
(photos & allrights: JESSIE FRYE / Vishal Malhotra / riotactmedia)

Kaum ein paar Tage alt ist das neue Jahr, schon ereilt uns in Kürze ein wunderbar vielschichtiges Album einer jungen Künstlerin aus Denton, Texas.

Singer-Songwritertum im elektrifizierten und leicht folk-rockigen Ambiente, Disco-Pop der in qualitativ hochwertigen Hitradios einen Platz sicher hätte (so sie existieren würden), eine faszinierende Stimme (zwischen Ellie Goulding und Stevie Nicks) und Songs, die einem auch noch Tage später irgendwie im Kopf herum düsen.

JESSIE FRYE

hat mit ihrem Debüt
Obsidian
das einigen EP-Veröffentlichungen folgt, eine grandiose Sammlung eindringlicher Pophymnen versammelt.

Im Alter von 12 Jahren begann sie, Klavier zu spielen. 2008 schließlich erschien ihre erste Solo-EP, The Delve. 2009 spielte sie South By Southwest in Austin ohne überhaupt eine feste Band zu haben. Ihr Weg nach oben schien vorgezeichnet, die lokalen Medien sahen bereits früh ein neues hoffnungsvolles Sternchen aufscheinen.

Einige Jahre später erschien 2011 ihre zweite EP, Fireworks Child – kurz darauf wurde sie von der New York Times beim 2012 SXSW-Festival als „one to watch“ deklariert.

Und nun im Februar 2014 können wir ihre neuen Songs auf Albumlänge hören und uns einen Eindruck ihrer stimmungsvollen Darbietung verschaffen, die sie mit ihrer Band, die aus Chad Ford am Schlagzeug, David Kellogg am Bass und an der Gitarre Martin Jordan besteht, geschaffen hat.

“Just my perspective on the world. There were some deep inner changes that some of these songs address.”

Es beginnt in Never Been In Paris mit bombastischen Drums und begibt sich schnell in persönliche und von geheimnisvoll im Hintergrund gehaltenem Gitarrenspiel und Backgroundvocals durchzogenen Klänge, an der sicher eine größere Hörerschaft gefallen finden würde.

Power Lines kommt schwungvoll mit einer Pianountermalung, die sich von herrschaftlich hervorpreschenden Gitarrensounds in den Hintergrund, nie aber an den Abgrund drängen lässt.

White Heat hat eine Synthieeinleitung, die gefühlvoll und dezent startet um Momente später einen spacig blubbernden Disco-Tanzboden-Sound hervorzuzaubern.

So geht es mal direkt ins Ohr und ins Bein, mal wechselt sich Zurückhaltung mit fast klassisch anmutendem amerikanischen Streetrock, kieksigen Vocalstimmen und großen Rockgitarren ab (Dear).

Obsidian

hat in seiner Vielschichtigkeit das Zeug, ganz viel zu erreichen.

Wir werden sehen, ob es

JESSIE FRYE

gelingt.

jessie

Never Been To Paris
Power Lines
White Heat
Dear
Sabotage
Brave The Night
Shape Of A Boy
Monochrome
Teenage Luck

° ° °

jessiefrye

bandcamp

90/100

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