Cymbals_Final_6_CROP
(photo & allrights: CYMBALS / inhousepress)

Musik muss nicht tanzbar sein. Tanzmusik muss nicht schlecht sein.
Auch in einer Diskothek kann man sich gut unterhalten fühlen.
Man darf halt nur nicht zu den Ü-Irgendwas-Partys gehen oder sich am falschen Ort befinden.
Zugedröhnte BallermannIstinnen hören sicher auch Andrea Berg und fühlen sich dabei frei, verstanden und unsagbar attraktiv.

CYMBALS

machen mit ihrem Moti-Special-artigen Gesang und dem über weite Teile des Albums sehr eingängigen EasyListening-Sound eine schlechtes (oder gar kein) Wetter vertreibenende Unterhaltung… doch.. halt.
Das allein ist es nicht und reicht keinesfalls aus, diese Musik in das passende und ihr gebührende Licht zu rücken.

Man könnte auch meinen, in einigen ihrer Songs Anklänge von Bowie oder The Cure zu finden.
Das wiederum widerspricht ja dem Easy-Listening schon von vornherein.

Sie haben sich Zeit gelassen. Jedes Stück für sich als einzelnes Werk gesehen.

It’s about the fracture of ideas
And in the brain, running between action and desire
About dancing and wanting and the heart
About the city, and working every day
About manipulation and complicity
About love, dropping into this mess like a dead weight, splitting through the floors
It’s fragmented
There is no concept

„It hit me that I often feel paralysed by the feeling that everything is ‚too complicated‘, and that many people I know feel that paralysis. I realised that this way of thinking can be traced through these songs.“

Produziert von Dreamtrak (Swim Deep, Hot Chip) in seinem Hackney Studio ist
The Age Of Fracture
nun schließlich das Ergebnis der Liebe der Band zum Detail.

Es scheint heller, sauberer, feiner als die vorhergehenden

CYMBALS

-Songs.

Wo Winter ’98, This City oder Call Me mit ihren synthiegeladenen Beats und Rhythmen die frühen New Order ins Gedächtnis rufen, erreichen die Singles Like An Animal oder The End mit teilweise broken french-Lyrics eine Länge von über sieben Minuten  – und wirken dennoch in keiner Sekunde langwierig oder gar langweilig.
Im Gegenteil, es strömt einem überall eine angenehme kühle Frische aus dem Album entgegen.

Die Titelgebung des Albums entstammt einem Werk des Princeton-Geschichts-Professors Daniel T. Rodgers, der die amerikanische Ideen und Kulturen dort über 20 Jahre unterrichtete – insgesamt zieht sich die literarische Inspiration durch die Titel dieser Veröffentlichung, so ist Like An Animal, beispielhaft erwähnt, an die intellektuellenn und moralischen Verwirrungen des Helden aus Thomas Manns „Zauberberg“ angelehnt.

Mit seinen pulsierenden Bässen und den überall umherschwirrenden Synthies ist
The Age Of Fracture
ein positives gute Laune Scheibchen, das viel mehr beeinhaltet als es auf den ersten Blick scheint.

TheAgeOfFracture-Final-tweeked-itunes

Winter ’98
The Natural World
You Are
Empty Space
The 5%
The Fracture of Age
Like An Animal
Erosion
This City
The End
Call Me

° ° °

toughloverecords.bigcartel.com

sidewayssometimes.com

87/100

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