aiphoenixband

Kinder, manchmal bin ich richtig stolz.
Auf Euch natürlich aber ein wenig auch auf mich, wegen meines tollen Musikgeschmacks.
Das darf ich natürlich niemandem sagen. Aber so ganz bei mir, tief in mir drin, da ist das so.
Vielleicht ist es auch nicht die richtige Umschreibung, aber wenn mir wie beispielsweise bei der Musik von

AI PHOENIX

wieder einmal ganz warm ums Herz wird, dann ist dieses Gefühl ganz doll da.

° ° °

Auf keiner Veröffentlichungs- oder Ankündigungsliste habe ich sie bislang entdeckt und doch, heute ist es soweit.
Nach einer Ewigkeit, die gefühlt mehrere Jahrzehnte und ganz viel Warten auf ganz viele Weihnachten in frühester Kindheit ausmachte, ist mit

Hey Now/Being Here Is Everything

nach Hoffen, Bangen und Zweifeln das neue Album dieser wunderbaren Musiker aus Bergen in Norwegen auf dem tollen Solsystemet-Label

erschienen und ab sofort zu bestellen.
Dieses solltet Ihr natürlich sofort nach dem Lesen dieser Liebeserklärung tun.

Und, ich versuche mal, den „ich liebe diese Band-Bonus“ außen vor zu lassen.
Wird mir natürlich nicht gelingen, macht aber nichts.

° ° °

Nach LP-Veröffentlichungen in Zeiten, in denen ich diese Musik inhaliert habe und in denen sie mich begleitet hat, stets folgsam und ungefragt durch Gut und Böse wie ein treudoof dreinblickendes Hündchen, nach

The Driver Is Dead (2000), Lean That Way Forever (2002), I’ve Been Gone – Letter One (2003) und im Jahr 2007 schließlich
The Light Shines Almost All The Way, hörte ich.. nichts mehr.

Vereinzelt blickte ich hoffnungsfroh auf die Homepage und verfolgte gebannt zunächst ungewiss, dann sich aber zunehmend verdichtende Spekulationen über eine anstehende neue Schallplatte von Mona Mørk, Patrick Lundberg, Bosse Litsheim und Robert Jønnum.

Und, alle Hoffnungen wurden erfüllt.

Hey Now/Being Here Is Everything

klingt, als hätten sie nicht mehrere Jahre ins Land gehen lassen sondern einfach weitergemacht mit ihrer wunderbaren Musik in Moll, ihren Liedern, denen man häufig den in Gedanken fallenden Schnee anhört.
Wie die leichten leisen Flocken sich zunächst gar nicht niederlassen wollen, in Gräsern und auf den Straßen der Menschen,
wie sie Pfützen bilden, langsam auftreffen, wie ein Wasserläufer, der über die Oberfläche tanzt,
wie sie langsam den Boden bedecken, ihn überziehen mit weißer Pracht
und alles neu machen.

So ist ihre Musik.

AI PHOENIX

vereinnahmen.

Wenn ein Schwirren sich enthusiastisch zu Lärm steigert, wenn aus Verzerrung Kunst wird.

Sie leiten und führen, sind Gefahr und Versuchung.
Traumwandlerisch steigern sie ihre Melancholie, die leisen Töne dringen in den Raum und verharren.

Ein dunkler Raum, nur ein einzelnes Licht einer Kerze, die Schatten wirft. Ein Luftzug, ein Hauch nur, das Licht beginnt zu flackern. (In Time)

Wenn die Marimba ihre Melodiebögen zieht, ist alles zu spät.
Nur Tränen helfen.

Wenn ich nicht über Dich wache, wer tut es dann?
Ich greife, greife nach Deiner Hand.
Es wartet jemand im Dunkeln. Was macht Dein Leben. Wir spüren vereinsamtes Bedauern.
Und wenn Du ins Bett gehst, Dein Lächeln. In meinen Gedanken.
Wer nur bin ich, wenn ich nicht auf Dich achtgeben kann. (If I Can’t Take Care Of You)

aicover

Halfway There
Where It Ends
Rom
If I Can’t Take Care Of You
In Time
Things Go Wrong And It’s Nobodys Fault
I Was Just About To Forget
Here’s To You

° ° °

aiphoenix

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soundcloud

solsystemet.org

facebook.solsystemet

bandcamp

Mein herzlichster Dank an Robert!

96/100

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