Es regnet in Melancholia: GEM CLUB – In Roses

Leise.

Vorsichtig.

                                                  Zart.

Ruhe.

Verführung.

                                                                              Intimität.

GEM CLUB

                       In Roses.

gem(photo & allrights: GEM CLUB)

° ° °
Das Herz. Es schmilzt. Dahin wie zartweiche Schokolade unter indirekter Sonneneinstrahlung.

Es sind kleine zarte Blütenblätter. Es gibt keinen großen Sturm, sie ist leise, die Bewegung. Aber diese Abstinenz ist eine Bereicherung. In ihrer Stille und Einsamkeit, ihrer Traurigkeit und Behutsamkeit liegt eine große Kraft. Die Berührung der Töne ist sanft, warm und tastend. Überall. Jeder Ton seinen Raum und seine Bedeutung.

Christopher Barnes, Kristen Drymala und Ieva Berberian haben mit
In Roses
ein stilles, bedeutendes Werk geschaffen.
Hier gibt es keine Weltveränderung, hier gibt es nur Raum und wohliges Räkeln in einer Welt voll Klang.
Es ist ein orchestrales, nahezu klassisches Ambiente in das wir eintauchen.

Wie ein Traum. Jeder Song für sich, ein eigenes Märchen.

Wir laufen durch einen ewig strömenden Wasserfall, durch das Wasser hindurch. Immer wieder halten wir kurz die Luft an, schauen uns um und vermindern die Atemfrequenz, leise, leicht, nur keine überflüssige Bewegung, die die eindrucksvolle Ruhe stören könnte.

Ein letztes Mal werfen wir in der aufgehenden Sonne einen Blick in dieses Tagebuch, das gefüllt ist mit Wehmut, Emotion und Schmerz. Es ist verloren. Es vergeht in den Flammen.

„I wrote this song [Polly] late one night several months ago for a demo I was working on for the new In Roses record. By that point I had become real tired of writing with the piano, so I dialed up some organ + poly synth combos on an SK20. The end of the song came before anything else. Over and over again and I kept thinking about why–in that sort of automatic writing state, in the late hours–was she coming through? Together we went into these landscapes, her trajectory, and that unbearable notion that sometimes these forces barrel through and rob us of ourselves. Thank you to everyone who helped transition this song into reality. I could have never imagined it’s final form.“

Um die Feinheiten dieses Albums auch nur annähernd zu erfassen,
benötigt man Zeit und Ruhe und man muss sich darauf einlassen wollen.

Mit einem Anflug von Wehmut bringen Dich diese Songs zum Verzweifeln. Und reichen Dir dann, wie zum Trost,
ganz vorsichtig die Hand.

gem

 [Nowhere]
  First Weeks
  Michael
  Hypericum
  Idea for Strings
  Soft Season
  QY2
  Speech of Foxes
  Braid
  Marathon (In Roses)
  Polly

° ° °

hardlyart.com/shop

iamgemclub

94/100

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