Flügelschlag: HIGHASAKITE – Silent Treatment

highastonjethilesen(photo & allrights: HIGHASAKITE / Tonje Thilesen / patty-promotion)

Ingrid Helene Håvik ist die Sängerin der norwegischen Traumpopfabrik
HIGHASAKITE.
Mit
Silent Treatment
melden sich die Musiker in einer Frische und Energie und ihrer ungewöhnlichen Art, Popmusik zu gestalten, voller Kontraste und bemerkenswerter Melodien auf der Bildfläche zurück, nachdem erst im letzten Jahr ihre EP In And Out Of Weeks erschienen ist.

Charmant und dazu angetan, sich selbst ein wenig zu vergessen und all das Drumherum in den Hintergrund zu verschieben.
Ähnlich wie Acts wie Fever Ray spielen

HIGHASAKITE

mit den träumerischen, den dunkleren Tönen zwischen den üblichen Hörgewohnheiten der aktuellen Popmusik.
So machen die klare Stimme der Sängerin mit den warmen, pulsierenden Synthiesounds, den treibend in den Vordergrund produzierten Drums und effektive Bläsereinsätze das wiedererkennbare Klangbild der Band aus.

Ingrid Helene Håvik und Drummer Trond Bersu lernten sich am Trondheimer Jazz-Konservatorium kennen und begannen, gemeinsam zu musizieren. Bald schon wurde ihnen aber klar, dass sie für den Klang, den sie sich für ihre Musik wünschten, Verstärkung benötigten. Diese wurde dann nach kurzer Zeit in Form von Øystein Skar, Marte Eberso und Kristoffer Lo gefunden.

„Ich schreibe das, was für mich gut klingt und schöne Bilder in meinem Kopf entstehen lässt. Ich denke, es ist ein sehr romantisches Album,“ sagt Håvik. „Es geht viel um Kriege in den eigenen vier Wänden. Wenn Menschen dich mit Schweigen strafen, ist das sehr normal, aber fühlt sich wirklich furchtbar an.“

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass hinter den in den schnörkeligen Lyrics sich in den Songs der Band Geschichten verbergen, die man als Hörer vielleicht erahnen, nicht aber in Einzelheiten sicher erfassen vermag.

Fast wie ein folkloristisch-theatralisches Lied mutet in der Mitte der Platte das fast traditionelle My Only Crime an, still und geheimnisvoll, es schleicht voran und windet sich, ohne sein tiefgründigeres Geheimnis preiszugeben.
In I, The Hand Granade spielen die Musiker mit ihren Hörern, locken mit verzweigter Melancholie im Mäntelchen vordergründiger Direktheit.

Geschichten zu erzählen ist die Stärke der Band, es sind Geschichten, die uns beim Hören der Platte durch den Sinn gehen, Geschichten aus vergangener Zeit aus verwunschenen Wäldern, die Weite und Klarheit der Produktion und die erwähnte Stimmvielfalt von Håvik umrahmt von vielschichtigen
Zusammengefasst bleibt ein sehr intimes und abwechslungsreiches Album einer Band,
von der man zukünftig sicher noch einiges zu erwarten hat.

highcover

Lover, Where Do You Live?
Since Last Wednesday
Leaving No Traces
Hiroshima
My Only Crime
I, The Hand Granade
Darth Vader
Iran
The Man On The Ferry
Science & Blood Tests

° ° °

highasakite.no

85/100

live:

10.4. CH- Zürich, Bogen F
13.4. München, Ampere
14.4. Köln, Studio 672
15.4. Wiesbaden, Schlachthof-Räucherkammer
16.4. Dresden, Beatpol
17.4. Hannover, Pavillon
22.4. Hamburg, Uebel & Gefährlich
23.4. Berlin, Bi Nuu

1 Comment

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..