Gut und schön. REAL ESTATE – Atlas

Jaja. So ist das. Gut und schön.
Manch einer wird sich die Finger lecken und sagen, coole Musik, die Scheibe gleich noch einmal abspielen und sich mit einem Bierchen in die Hollywoodschaukel zurückziehen um die ersten Sonnenstrahlen des Jahres
auf die bleiche Winterhaut scheinen zu lassen.
Andere werden spätestens beim countrylastigen The Bend entnervt den Stecker ziehen oder, zumindest das, skippen und skippen und noch einmal, in der Hoffnung, in den knapp 38 Minuten von
Atlas
die ein oder andere klangliche Überraschung anheim geboten zu bekommen.
Diese Suche wird nicht von Erfolg gekrönt sein, zu sehr haben
REAL ESTATE
ihre Spielweise und die sonnigen flirrenden frühlingshaften Gitarren verinnerlicht. An diesem von der Band gewohnten „ich tu Dir nicht weh“-Geplänkel hat sich auch auf der neuen Veröffentlichung wie gewohnt nicht viel verändert. Wobei hier durchaus der ein oder andere ungewohnt ernste (lyrische) Zwischenton erklingt und von vollkommener Belanglosigkeit immer genügend Abstand gehalten wird.
Waren Galaxie 500 oder Mojave 3 aber noch innovativ und kreativ wirkt hier das einheitliche Himmelblau trotz seiner vordergründigen Unbeschwertheit doch eher ermüdend.
Wie die ersten Sonnenstrahlen auf der Hollywoodschaukel eben. Was erwartet man auch anderes?

Qualitativ hochwertig, handwerklich geschickt umgesetzt, insgesamt mir dann aber doch eine ganze Ecke zu brav.

real

Had To Hear
Past Lives
Talking Backwards
April’s Song
The Bend
Crime
Primitive
How Might I Live
Horizon
Navigator

65/100

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