lylafoy

Wohldosiert und inspiriert, ein Frau die unter der Dusche singt.

LYLA FOY

die mit ihrem
Mirrors The Sky
hier ein eindringliches Album weitab jeglicher Hitkompatiblität abliefern, setzen an zum Sprung:

In seiner Luftigkeit und Leichtigkeit, mit der hier traurig-schaurige Songs vorgetragen werden, fühle ich mich an Bel Canto oder Lykke Li erinnert. Eine große Nähe und Verbundenheit entsteht, hat man nur erst einmal diese Songs an sich herangelassen.

So wie im vergangenen Jahr Daughter für eine mittelgroße Überraschung sorgten, sind es jetzt und hier

LYLA FOY

aus London, die sich anschicken, etliche Herzen zu erobern – oder zu brechen

Und entrückte Verzückungsausrufe geradezu herausfordern.

Der Albumtitel ist einer Zeile des Songs Rumour entlehnt:

„Ich mag es einfach, wie der Titel die Bilder eines sturmgezeichneten Himmels
im stillen Wasser heraufbeschwört“

sagt Lyla.

Vor geraumer Zeit erlangte sie in einer Vielzahl einschlägiger Musikblogs Berühmtheit als „Wall“ – sie entschied sich aber recht schnell, nun mit eigener Band (Oli Deakin (Bass & Keyboards), Andy Goodall (Schlagzeug) und Dan Bell (Gitarre & Keyboards)) unter eigenem Namen in Erscheinung zu treten.

An den Songs des am 17. März über SubPop erscheinenden Album hat Lyla im Frühjahr letzten Jahres, nur kurze Zeit nach der  Veröffentlichung ihrer Shoestring EP, begonnen zu arbeiten.

Um ein wenig aus dem Alltagstrott auszubrechen und den Kopf frei zu bekommen für die anstehende Arbeit am neuen Album hat Lyla immer mal wieder die Lichter der Stadt eingetauscht gegen Ausflüge hinaus aufs Land, in den Lake District und an Cornwalls Küsten, die nicht nur im Sturm eine beeindruckende Kulisse bilden und die für sie als Inspiration herhalten durfte.

„Wenn man intensiv zuhört, hört man über das Album vertstreut immer wieder Stimmen von Vögeln,
Ziegen und anderem Getier.“

So vermischen sich natürliche Klänge mit Beeps und live eingespielten Drums, die glockenhelle Stimme von Lyla mit Piano und warmen Synthiepassagen,  so ereilen uns hier träumerisch leichte und romantische Bedroom-Stories mit leichtem Gitarrenspiel.

Gleichzeitig wiederholt sich ein dumpf-treibender Beat, trippy-spacige Rhythmen und drängende Melodieschleifen (Feather Tongue), die man am besten auf Dauerrotation stellt.

Ein wunderbares, ein unterhaltsames, ein faszinierend abwechslungsreiches Album das sich mit Stille und unzähligen intimen Momenten ganz schnell ganz tief in Dein Herz bohrt.

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Honeymoon
I Only
Impossible
Rumour
Easy
No Secrets
Only Human
Feather Tongue
Someday
Warning

° ° °

lylafoy.com

subpop.com

96/100

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