Alle auf den Boden, keiner bewegt sich: BAND OF SKULLS – Himalayan

bandlamedeson

(photo & allrights: BAND OF SKULLS / Lame de Son / Pias)

„Alle auf den Boden, Fresse halten und keiner bewegt sich!“
„Hände auf den Rücken, liegen bleiben und keine Bewegung!“

Ist die Tür erst aufgetreten, gibt es quasi kein Halten mehr.

BAND OF SKULLS

sind zurück und bringen mit ihrem dritten Album
Himalayan
bereits jetzt einige der wonnigsten Sommersoundtrackfetzen, die in absehbarer Zeit zu erwarten sind.
Da geht die Post ab, die Rock und Blueslawine rollt und zerrt mit verstörender Eindringlichkeit sowohl an den Nerven als auch an allem, was nicht niet- und nagelfest verankert ist mit sich auf ihrem ohrenbetäubenden musikalischen Weg ins Tal.
Wobei
Himalayan
eher bergauf als bergab rollt.

Manchmal ist es überraschend, wie einheitlich und wiedererkennbar eine Band zu klingen vermag, oft über mehrere Jahre, Jahrzehnte und viele Alben hinweg. Der Wiedererkennungswert kann ein großer Vorteil, ebenso aber auch ein Zeichen von fehlender Vielfalt oder Steckenbleiben in alten Gewohnheiten sein.

Kennt man einen Song, kennt man alle?
Nein, weit gefehlt.
Ohne Frage, man wird von Matt Hayward, Russell Marsden und Emma Richardson kaum Schunkelpop erwarten. Aber hier eine musikalische Limitiertheit oder Schaffenskrise zu sehen ist für mich mehr als fraglich.
Sind es einerseits die bekannten Stoner-Gitarrenwände, beeindrucken andererseits die fast mit einem Gothictouch versehenen Momenten, in denen Emma Richardson das Mikrofon federführend übernimmt. Es sind die ruhigeren Nummern, die eine nicht zu verachtende Virtualität, die man nicht unbedingt erwartet hätte an den Tag legen, den Ton angeben und die Platte in eine eher
ungeahnte Richtung pendeln lassen.

Cold Sweat ist so ein Ausnahmeding und für mich neben der schlicht schönen Single Nightmares ein Höhepunkt dieser Scheibe, ein langgezogenes, verzerrtes Ding, das sich hier in Ruhe entwickelt und unwiderruflich emporschlängelt.

Herrlich erfrischend tönt ihr mit etlichen Bombast-Elementen angereicherter Sound, der dem der Queens Of The Stone Age auf ihrem letztjährigen Album nicht unähnlich ist. Auch knarzige mit Hall versehene Gitarrensounds die an bessere Zeiten des Black Rebel Motorcycle Clubs erinnern werden integriert und in einem Guß dem Hörer präsentiert.

Himalayan
stand bei mir auf keiner Rechnung. Es wird nun höchste Zeit, nach dem Wirt zu rufen.

band

Himalayan
Hoochie Coochie
Cold Sweat
Nightmares
Brothers And Sisters
I Guess I Know You Fairly Well
You Are All That I Am Not
I Feel Like Ten Men, Nine Dead And One Dying
Toreador
Heaven’s Key
Get Yourself Together

° ° °

 

90/100

Asleep At The Wheel‘
‚Himalayan‘
‚Hoochie Coochie‘
‚Cold Sweat‘
‚Nightmares‘
‚Brothers And Sisters‘
‚I Guess I Know You Fairly Well‘
‚You Are All That I Am Not‘
‚I Feel Like Ten Men, Nine Dead And One Dying‘
‚Toreador‘
‚Heaven’s Key‘
‚Get Yourself Together‘
Read more at http://www.nme.com/news/band-of-skulls/74183#pbRpOlquVOLDu4jm.99

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..