Rauschen. Atemlos: DILLON – The Unknown

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(photo & allrights: DILLON / Siggi Eggertsson / BPitch Control)

° ° °

Die Stille.
Im Regen.
Mit geschlossenen Augen.
Rauschen.
Stehenbleiben.
Atemlos.
Der Ton der Stille.
Stimme.

DILLONs Stimme.
Und leise fällt der Regen.
Blütenblätter, sich öffnend, leise, der Sonne entgegen.

Sprachlos, einfach an einem Ort verweilen und den Klang entgegennehmen, in sich aufnehmen, aufsaugen.

Weckte auf This Silence Kills
noch vieles den Anschein von Ertasten und Erfühlen, so ist hier die Fortführung der Stille Programm.
Häufig allein mit dem Piano als Begleitung ihrer spröden, eigen-/einzigartigen Stimme gelingt es

DILLON,

eine Atmosphäre auf ihre Zuhörer zu übertragen und eine Intimität zu erzeugen, die wohlig einen Schauer nach dem nächsten den Rücken herauf und herunterkrabbeln lässt.

Wo die Einsamkeit in ihren Songs am Greifbarsten ist, ist die Künstlerin am dichtesten dran an einer zarten, bitteren Gebrechlichkeit, einer Dichte, die in ihrer Enthaltsamkeit und Eindringlichkeit ihresgleichen sucht.

Es ist als wären wir gemeinsam auf einer Reise ins Innere ihrerselbst, mal auf einer von Pferden gezogenen Kutsche thronend, mal auf Sonnenstrahlen einen Regenbogen herabgleitend, mal durch den Sumpf watend, meist aber leicht wie eine Feder, mit einer Melancholie, die stets präsent scheint.

Fein ziseliert und elektronisch unterlegt.
In all ihrer Verletztlichkeit und dem vermittelten Gefühl, dass man

DILLON

auf jede erdenkliche Weise beschützen sollte wirkt sie auf ihrem neuen Werk souverän und verträumt, gleichsam aber mutig
und sich selbst und ihrer Stärken bewusst.

Ein großes Album.
Ein Album für die Momente, in denen man das Alleinsein schätzt, sich gleichzeitig aber nach Nähe und Zuneigung,
nach Anerkennung sehnt.

Sie klingt wie sie selbst, müsste mit ihrer einzigartigen Umsetzung ihrer musikalischen Ideen keine Vergleiche scheuen – nötig sind sie spätestens jetzt aber eh nicht mehr.

Wer bei A Matter Of Time, bei 4ever oder Lightning Sparked keine Gänsehaut spürt, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

„Ich mag die Farbe des Himmels nachts, ich mag die Breiten der Straßen, das U-Bahn-Netz, die S-Bahn, die Flughäfen. Und hier kann man so schön alleine sein.“

Das sagt sie über Berlin, ihre Zuflucht, ihre Wahlheimat.
Geboren in Sao Paolo, in Köln aufgewachsen und im Alter von 18 Jahren dorthin entkommen,
fühlt sie sich von der großen Stadt angezogen und inspiriert.

Die Songs und Texte ihres aktuellen Albums seien schon seit Jahren in ihr drin gewesen.
Nun haben sie den Weg zu uns gefunden. Ihren Weg.

dillon

The Unknown
A Matter Of Time
You Cover Me
Forward
In Silence
4ever
Evergreen
Into The Deep
Don’t Go
Lightning Sparked
Nowhere
Currents Change

° ° °

dillon-music.com

dillonzky.tumblr.com

bpitchcontrol.de

98/100


live:

28.3. Heidelberg, Karlstorbahnhof
29.3. Zürich, Schiffsbauhalle
30.3. München, Kammerspiele
31.3. Frankfurt, Mousonturm
2.4. Leipzig, Täubchenthal
3.4. Berlin, Heimathafen
9.4. Köln, Bürgerhaus Stollwerck
17.4. Genf, Festival
19.4. Wien, Radiokulturhaus
21.4. Erlangen, Markgrafentheater
22.4. Dresden, Beatpol
18.7. Gräfenhainichen, Melt-Festival

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