Einen großen Vorsatz hatte

LIZ GREEN,

als sie mit den Arbeiten an ihrem neuen Album zugange war: es fertigzustellen und die Arbeit daran zu beenden.
Denn sie neigt dazu, wie sie in einem kürzlich geführten Interview gesteht, egal was es ist, einfach
in der Mitte aufzuhören und nicht weiter zu kommen.

Es ist wieder einmal Zeit, die Pferde zu satteln und aufgesessen.

LIZ GREEN

hat ihren Hang zu gospelig-folkigen, oft wie ein Theaterstück aufgebauten Erzählungen auf Songbasis auf ihrem in wenigen Tagen erscheinenden Album
Haul Away!
natürlich nicht abgelegt, im Gegenteil.

Sie sucht sich ihre Bühne und sie braucht nichts dazu, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen außer sich selbst und ein leise streichelndes Schlagzeug und Pianobegleitung.
Geschickt nutzt sie ihre Präsenz in vollem Umfang, um wie ein Magnet alles um sie herum einzusaugen und ihre Lieder vorzutragen.

Klagende Bläser, eine kleine Trompete hier und da, ihre Geschichten, es entstehen Bilder im Kopf, Fantasiegeschichten, sich tänzelnd bewegende Protagonisten, die wie Marionetten tanzen und sich stakkatoartig bewegen.

Es klassikt, es swingt (Where The River Don’t Flow), es hüpft, Fairground Attraction auf traurig und Cora Frost fallen mir ohne Nachzudenken als musikalisch vergleichbare Akteure ein.

Auf ihrem neuen Album gibt es mehr Piano, mehr variierende Instrumentierungen und trotz einer depressiven Grundstimmung ein größere Vielfalt in den Gefühlswelten. Haul Away!, der Titelsong gibt die Richtung und die Bandbreite des neuen Werks am gelungensten wieder. Insgesamt war bei der Arbeit an ihrer neuen Platte der Erwartungsdruck trotz des oft erwähnten schwierigen zweiten Werkes geringer als beim Debüt, die Stimmung in der Band gelöster und mit mehr Spaß und entsprechender Lockerheit umgesetzt.

LIZ GREEN

und ihre Musik in eine wirklich treffende Schublade zu packen, ist gar nicht einfach.

Ständig schwankt man, wie im Takte ihrer Musik zwischen den Genren, eines verbindet sich mit dem Anderen, ein auf und ab der Gefühle in einem Jahrmarkt für Erwachsene, schauerliche Bilder laufen vor den Augen ab, dunkel und nicht greifbar.

Es geht um Liebe, verlorene Liebe, Mythen uns Mysterien, die Kommunikation, das Meer und ursprüngliche Kräfte.
Eben, nicht wirklich greifbar, diese Welt voller Wunder.

liz

Battle
Haul Away!
Rybka
River Runs Deep
Where the River Don’t Flow
Empty Handed Blues
Into My Arms
Island Song
Little I
Penelope
Bikya

° ° °

 

lizgreenmusic

71/100

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