Bockwurst und Anspruch: DIETER MEIER – Out Of Chaos

dieter2(photos & allrights: staatsakt / DIETER MEIER)

 

Yello dürfte noch dem Einen oder Anderen bekannt sein.
Bananas To The Beat.
Eines meiner damaligen Lieblingsstücke. Niemand verstand mich.

Avantgarde ihrer Zeit voraus. Goldene Schallplatten hin oder her, niemand verstand mich.
Obwohl ja damals The Race als Titelmelodie für Formel Eins herhalten musste, wollte oder konnte keiner meiner Wegbegleiter mit der Musik dieser Band etwas anfangen.

DIETER MEIER

ist mittlerweile älter geworden, hat aber nichts an Coolness verloren. Gewonnen hat er eher an Ruhe und Gelassenheit.
Und so erfüllt er sich einen lang gehegten Traum.

Out Of The Chaos
so heißt sein Solo-Album, welches dieser Tage in die Läden kommt.

In einem Alter, an dem die Gartenarbeit zunehmend beschwerlich wird, hat sich der kürzlich mit seinem Kollegen Boris Blank für das Lebenswerk mit dem Echo ausgezeichnete Schweizer für den Start seiner Solokarriere in Berlin einquartiert. Neukölln sollte es sein.
Dort kann man schön an Tankstellen Bockwurst essen und versuchen, an seinen eigenen Ansprüchen zu scheitern.

Als Winzer und Viehzüchter in Argentinien ist der provinziell gebliebene (wie er von sich selbst sagt) Herr Meier nach wie vor ein Mensch, der alles tun kann und nichts tun muss.

Mit seiner Platte schafft er es, die Vergangenheit ruhen zu lassen und zieht mit seiner Musik durch die Lande wie ein junger Hund.
Loveblind heißt die erste Single aus
Out Of Chaos.

So finden wir hier eine Mischung aus windigem Chanson und Electro-Dub mit technoidem Anstrich für den Abend nach dem großen Durst, wenn der Wettergott mal wieder kein Einsehen hatte und man ein wenig Trost bitter nötig hat.

Man muss seine Musik nicht lieben, wohl aber anerkennend  den Daumen heben. Gut gemacht.

dieter
Lazy Night
Paradise Game
Busy Going Nowhere
Night Porter
Loveblind
The Ritual
Another Day
Jimmy
Buffoon
Fat Fly
Annabelle
Schueffele

° ° °

outofchaos.de

80/100

live:

6.5. Leipzig, Connewitz
7.5. Berlin, Berghain
22.5. Zürich, Kaufleuten
23.5. Hamburg, Mojo
28.5. München, Freiheiz
29.5. Wien, WUK
5.6. Frankfurt, Batschkapp
6.6. Köln, Gloria
2.8. Freiburg, ZMF

2 Comments

  1. Hihi.. ja, hab ich mir auch so gedacht, der Dieter Meier..
    Yello lief eher so nebenbei, aber es lief eben.
    Und das hier ist.. ja, nett & bemerkenswert auf jeden Fall. Und der Mensch Meier scheint ein Netter zu sein..

  2. ach der meier dieter…. ich war nie grosser fan seiner musik (ok zwei drei yello songs, v. a. vicious games, sind schon klasse), dafür umso mehr von seinem in argentinien produzierten rotweinen. allen voran den puro (mit der blauweissen etikette, also der malbec) 🙂

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