paper(photos & allrights: PAPERCUTS / inhousepress)

Jason Quever ist

PAPERCUTS.

Mit seinem neuen Album

Life Among The Savages
schließt er in etwa dort an, wo er mit dem Vorgängerwerk, dem ziemlich wunderbaren Fading Parade aufgehört hat.
Das ist nicht der schlechteste Beginn.

Gefühlvolle Popsongs, die der vielseitig talentierte Quever, der als Komponist, Musiker, Produzent und Sänger
unterwegs ist hier zusammengebastelt hat.

Zeitlos schön, die Sonne scheint und alles scheint in Ordnung.
Letzten Endes fehlen hier inmitten der jangeligen Gitarren, zwischen Traurigkeit, Melancholie und barock anmutenden Popsongs die Momente, die die Aufmerksamkeit komplett auf sich ziehen, die erinnerungswürdigen Songs, die aus der Masse hervorstechen.
Nichts klingt hier falsch oder langatmig, es ist ein buntes Unterhaltungsprogramm, welches aus scheinbar lang vergangener Zeit zu uns herüberschwappt. So können die meist Lo-Fi-tönenden Songs genausogut im Summer Of Love anno 1968 entstanden sein. Sie klingen modern wie vintage und lassen für einige Momente die Welt verschwimmen und machen ein Eintauchen in die Klänge leicht. Dennoch fühlt man sich wie an einer Bushaltestelle auf dem Land, die Nachmittagsstimmung liegt über der Landschaft, man hält Ausschau nach dem Vehikel, welches einen einfach weg von hier bringen soll, blickt alle Naselang auf die Uhr, kontrolliert auf dem von der Sonne ausgebleichten Fahrplan die angekündigte Ankunftszeit bevor man Stunden später registriert, dass ja Sonntag ist
und die einzige Verbindung eine um 6 Uhr 41 in der Früh gewesen wäre.

“I like to write short stories, at least have the story in my mind and allude to it… from dystopian short stories to a utopian take on things, being outside looking in, alienation, search for bliss, the chaos of relationships, insanity, suicide…”

Vergessen in der Zeit, sanft und voll Wärme und dennoch, die Welt scheint nur oberflächlich in Ordnung.
Gern würde man noch einmal aufhorchen müssen zwischen dem wohldosiert und in sich konsistenten, poppigen La-La-La, das von beispielsweise, um einen Vergleich zu bringen, den Stars Of Heaven, Mojave 3 oder auch Galaxie 500 vor gefühlten Ewigkeiten auf abwechslungsreiche Weise präsentiert wurde.

Schön und schade, wenn das geht.

paperco

papercutsmusic

81/100

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