Na und? SLEATER-KINNEY – No Cities To Love

Zurück aus der Vergangenheit.

SLEATER-KINNEY

sind mit

No Cities To Love
wieder im Geschehen, überraschend für meinen Teil, waren sie doch aus meinem musikalischen Gedächtnis wenn nicht gänzlich verschwunden,
so doch aber in einer metertiefen Versenkung verbuddelt.

Um so mehr freute mich die Ankündigung ihres neuen Albums.

Es geht auch, man kennt das ja, wie gewohnt zur Sache, gleich die Eröffnung will uns zeigen, wo der Hammer hängt: Kreischende Gitarren, ein keifendes Biest am Mikro, ein Hauch Queens Of The Stone Age zieht wabernd vorbei, man möchte ganz viele „Yeah Yeah Yeahs“ ausstoßen.
Irgendsowas eben.

Es gibt so Momente, da rauscht die Musik an einem vorbei.
Und so ein Moment ist dieses Album. Es rauscht und rauscht, zischt und rumpelt, es nimmt Fahrt auf und an Geschwindigkeit zu –
es kommt aber seltsamerweise nicht an.
Ein Zug ohne Ziel, endlose Strecke und man hastet weiter, weiter, weiter.
Die Band arbeitet und schuftet, was bleibt ist ein wildes, aber seltsam entfernt wirkendes Sammelsurium an Songs,
zu denen es mir schwer fällt, einen Bezug aufzubauen.

Das ist keine kleine Revolution, das ist die neue Platte von

SLEATER-KINNEY

die hiermit zeigen, dass sie nichts verlernt haben, ihre damalige Vorreiterrolle, was Riot-Gedöns etc angeht (Hole, L7 und wie sie alle heißen..) aber mittlerweile auf viele Köpfe verteilt ist beziehungsweise nicht mehr existiert und auch nicht mehr erforderlich ist.

Und so klingt No Cities Of Love nun einmal so, wie No Cities Of Love nun einmal klingt.

Die Tatsache, dass hier eine richtungsweisende Band, die vor rund zwanzig Jahren gegründet wurde und die, Hut ab, immer noch frisch klingt wie am ersten Tag, aus der Versenkung wieder auftaucht und da weiter macht, wo sie vor Jahren aufhörte, reicht mir nicht.

Die Riot-Grrrls machen das, was sie können. Sie machen es nicht schlecht, wirklich nicht.
Die allörtliche überschwängliche Begeisterung kann ich jedoch nicht teilen, zu sehr fehlen mir hervorstechende Besonderheiten,
so tönt für mich diese Scheibe wie viele andere auch.

Macht nichts.
Man wird sich daran gewöhnen, dass

SLEATER-KINNEY

wieder da sind.

slea

Price Tag
Fangless
Surface Envy
No Cities To Love
A New Wave
No Anthems
Gimme Love
Bury Our Friends
Hey Darling
Fade

° ° °

sleaterkinney.kungfustore

69/100

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..