Biedermänner: DUTCH UNCLES – O Shudder [VÖ: 23.2.]

DU_portraitSENDcreditAdrianLambert(photo & allrights: DUTCH UNCLES / Adrian Lambert / inhousepress)

Wer eine tolle Plattenkritik voll Begeisterung über
diese Band und deren neues Album lesen möchte,

bitte, sucht woanders.

° ° °

Die eventuellen Pop-Künstler kehren zurück.
O Shudder
heißt das neue Album von

DUTCH UNCLES

und ich möchte ausrufen: Oh Schande!, vielleicht klappt es ja diesmal..

Doch, wie gehabt, man verbreitet inzwischen gewohnheitsmäßig poppige Nuancen in verzwirbelt wirkende Schnörkelliedchen.
Das klingt niedlich, das ist niedlich.

Babymaking hat im Titel einen verruchten Anklang, glitschiger Sex mit Wohlfühlattitüde, so ganz getraut ins dreckige Ambiente wird sich dann doch nicht. Immer schön drauf achten das nichts schmutzig wird.
Jedenfalls, ein spontan ansprechend wirkender Beginn, der so in etwa auch von den Wild Beasts stammen könnte.
Tut er aber nicht, deswegen verlaufen die Karrieren dieser genannten Bands eher entgegengesetzt und die

DUTCH UNCLES

scharren weiter mit den Hufen in weniger lukrativen Gefilden.

Upsilon folgt auf dem Fuße und ich werde und werde schon früh in diesem Werk des Eindrucks nicht müde, dass man sich hier in aufgezwungenen Korsetts hin- und herbewegt, ich kann mir nicht helfen, es klingt nicht frei. Was das Hemmnis allerdings nun darstellt erschließt sich mir nicht.

Geleckt, gestriegelt und ausgebremst.

Einzelne Titel, wie Drips beispielsweise, im Einzelnen (im Radio) gehört würden sicher meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als gefühltes Großes und Ganzes fühle ich mich überfordert und reagiere mit zunehmender Durchlaufdauer gereizt ohne den ursächlichen Grund dafür nennen zu können.

Decided Knowledge lässt mich schaudern, ein Gekiekse à là Michael Jackson versucht einen funkigen Fröhlichkeitsschub herüberzubringen.
Ankommen tut eben nur Gekiekse, wie dumm.

Sie klingen sauber, sie klingen klar und rein.
Aber, Hey, möchte man rufen, selbst ein Babypopo muss manchmal nach etwas anderem riechen als nach Puder und Creme. Das ist eben so.

Und genau diesen Sprung oder Bruch, vom Klaren und Reinen hin ins Abenteuerland der Musik, den schaffen die Jungs nicht.
Zu sehr wird sich hier an Zitate angelehnt, seien es die oben erwähnten oder es sind wie in In N Out die Erben von Roxy Music hörbar, ja, fast greifbar.
Ist ja schön und gut, wenn man als eigene Inspiration Bands wie The Blue Nile oder Prefab Sprout oder gar Japan angibt.
Was die hier hörbaren Songs aber mit jenen zu tun haben sollen wird mir auch bei mehrmaligem Hören nicht klar.

Ich bin gelangweilt und genervt, ich mag nicht mehr.

Wieder ein Versuch, der kein für mich zählbares Ergebnis mit sich bringt.
Die nächste Veröffentlichung dieser Band werde ich sträflich mißachten, versprochen.

Dutch_Uncles_O_Shudder_album_packshot

Babymaking
Upsilon
Decided Knowledge
I Should Have Read
In N Out
Given Thing
Don’t Sit Back (Frankie Said)
Accelerate
Tidal Weight
Be Right Back

47/100

 

und beim letzten Mal: Out Of Touch In The Wind

1 Comment

  1. Ach, es ist so schön zu beobachten: Wenn Einer/m meine Meinung nicht passt, mal schnell nur ein Sternchen für das Posting verteilen. Pff. Man könnte auch einfach etwas dazu sagen.

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