Seele in Leder: SOKO – My Dreams Dictate My Reality

soko(photo & allrights: SOKO)

Es waved. Die coole Dame mit der unglaublich nahegehenden Stimme entdeckt die Dunkelheit. Weg von nur-die-Melodie-zählt hin zu immer mehr Dramatik, mehr Echo und Hall und verwunschenen Prinzesschen ruft laut:
Hier bin ich.
Das macht Freude und: Exzentrik wins. Warum auch nicht.

Man kann

SOKO

auch auf twitter und instagram folgen und erfährt dort Dinge.
Und Bilder sieht man.
Sie ist so nett und so menschlich und man möchte sie knuddeln und in den Arm nehmen.

Dabei gibt sie Gas. Weg von Stille und Intimität. Wavige Goth-Rock-Anklänge.
Ein in den Dornenstrauch verfangener Billy Idol kommt schon bei Track 2 zum Vorschein. Das klingt wie früher, da war ja bekanntlich eh alles besser, also, warum nicht. Ocean Of Tears klingt wie White Wedding für Mädchen mit Lederjacken. Soll so sein und neckisch ist das wenn dann noch die Haiiti-Phrase durchs Lied zieht ja allemal.
Huppalah-Halleluja.

Dann die Single, Who Wears The Pants.
Sie klingt als wäre Souxsies entweder ihre große Schwester oder die Mother In Law mit frischen Blutkonserven.
Das kann nicht falsch sein.
Rote Bäckchen bei all der neugewonnenen Durchblutung inklusive.
My Precious kommt rüber ähnlich wie ein
Robert Smith auf Friday I’m In Love Cats.

SOKO

steht auf Nähe zu ihren Fans und Direktheit ist das, was hier auf Platte gebannt ist.
Die kleine Hexe lässt Ihr blondiertes Mähnchen in der ihr ergebenen Menge wehen und Ach und Weh, und Vorsicht falls sich nur Jemand erdreistet, sich festzukrallen und die Bühne zu erklimmen. Modern Rapunzel. Wonderbar.

Erinnert mich zusätzlich noch an Love Is All und die mag ich sehr sehr.
Gutes Zeichen.
Temporary Mood Swings hat dieses typische New Order-Flair und spielt mit Offenherzigkeit und den Synthieakkorden, die Stimme kippt, die Stimmung nicht, die Spannung ist hoch, das Tempo auch. Passt schon.
Bissel punkig, zickig, das macht sich gut.

Lovetrap schließlich, ein Duett mit Ariel Pink bereitet da schon mehr Schmerzen, es beginnt verhalten mit nicht mehr als wehender Gitarre und Drummaschine, in den Hintergrund gedrängte Stimme, bevor sie gemeinsam flehen, um Gnade und Liebe, um Gefühl.. daraufhin schwenkt das Liedchen aber gefährlich in verdächtiges seichtes Pop-Gewässer und man braucht schon mehrere Anläufe, um mit dieser Mischung aus Serge Gainsbourg und 80ger Pop-Attitüde warm zu werden bevor am Ende dieser Platte noch einmal
bar und nackt die Künstlerin ihre Seele in Keaton’s Song bloß legt.

Sie kann unsere Gedanken nicht lesen aber sich in unsere Seelen singen.

To Be The Best For You.
To Be The Best For You.

Knicks, Verbeugung, Abgang. Dankeschön.

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I Come in Peace
Ocean of Tears
Who Wears the Pants ??
My Precious
Bad Poetry
Temporary Mood Swings
My Dreams Dictate My Reality
Monster Love (ft. Ariel Pink)
Peter Pan Syndrome
Lovetrap (ft. Ariel Pink)
Visions
Keaton’s Song

° ° °

s-o-k-o.com

93/100

Live:
12.3. Bang Bang, Berlin
13.3. Flex, Wien
14.3. Mascotte, Zürich
20.3. Molotow, Hamburg
22.3. Bitterzoet, Amsterdam

1 Comment

  1. Was neues von SoKo – da bin ich gespannt. „I’ll Kill Her“ war ja damals sowas wie ein heimlicher Smash-Hit…

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