Fröhliche Musik macht einfach mehr Spaß: TWIN RIVER – Should The Light Go Out

TwinRiver_Promo_2014_1(photo & allrights: TWIN RIVER / riotactmedia / Lindsay Elliott)

 Courtney Ewan Bromley – Gesang & Gitarre
Andrew Bishop – Gesang & Gitarre
Dustin Bromley – Drums
Malcolm Jack -Bass
Rebecca Law Gray – Keyboards, Percussion, Gesang

° ° °

 Fetzig. Tempo. Gitarren.
Freche Damen singen uns willkommen, gleich zu Beginn der neuen Scheibe von

TWIN RIVER

die den Titel
Should The Light Go Out
trägt.

Und obwohl sie schon am Anfang von Goodbye und Goodbye singen, geht das
gemeinsame Abenteuer doch gerade erst los.
Manchen Platten hört man an, dass die Musiker mit Spaß an die Sache herangegangen sind.

„I don’t really listen to a lot of slow, sad stuff anymore. It’s more fun to play in a synth-y rock band, and more fun to listen to.”

Hier zwirbeln die Gitarren, hier preschen die Drums und die Melodien sind großartig. Bereits im zweiten Song, Secret In A Seance gibt man sich der Hoffnung hin, es möge immer so weiter gehen und nicht mehr aufhören.

Geheimnisvolle Synthies leiten das nächste Stück ein, die Basslinie kommt aus der Tiefe, man liegt besoffen mit dem Kopf auf dem Tisch und lässt sich treiben in schwebenden, sphärischen Gesang, wird aufgesammelt und davongetragen. Es gibt ihn nämlich gar nicht. Und er wird nicht wiederkommen.
Der Höhepunkt dieser Veröffentlichung.

Aber wie nicht anders zu erwarten geht es nicht in diesem gedrosselten Tempo weiter, schon im kommenden Get Gone gibt es eine hintergründige Trommelei und einen Chorus, der Erinnerungen wachruft. Man fühlt sich wie in wohlvertrauten Gefilden, die Kuscheldecke hat diesen ureigenen Touch und riecht, riecht nach.. zu Hause.

Auf die Zwölf geht’s dann im nächsten Track, in dem auch erstmals ein Herr der Schöpfung die Gesangslinie übernehmen darf. Die Orgel drängelt im Background, zack-zack, man fühlt sich in der Zeit versetzt in Tage, in denen die Röcke kurz waren und der Rock’n Roll noch eine verruchte Angelegenheit gewesen ist.

Golden Man wartet auf uns mit einer Länge von über zehn Minuten. Keine davon wirkt überzogen oder verschenkt.

Was 2009 als Folk-Duo von Courtney Ewan Bromley und Gitarrist Andy Bishop in Vancouver begann nahm seinen Lauf als sie 2011 mit Unterstützung lokaler Musiker ihre EP Rough Gold aufnahmen.

Mittlerweile zum Fünfer angewachsen begeistern sie uns mit fuzzy Klängen, punkigen eingestreuten Attitüden und großer Popgeste und wir erleben wir hier ein Highlight des bisherigen Popjahres, das auf Entdeckung wartet um dann nach und nach seine wahre Pracht entfalten zu können.

Twin

Bend To Break
Secret In A Séance
He’s ‚Not Real And He’s Not Coming Back
Get Gone
Anything Good
Golden Man
Word To The Wise
It Won’t Be Long
Laugh It Off
A Thousand Times

° ° °

twinriverband

80/100

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