Es gibt immer ein Morgen: DRENGE – Undertow

PRESS4493compRossBLUERgrain(photo & allrights: DRENGE / pias.com)

° ° °

Nun sind sie nahezu richtig schwere Rocker geworden.
Das verflixte zweite Album.

Nach ihrem Debüt 2013 war nicht so klar, in welche Richtung die Reise gehen würde.
Nun ist
Undertow
da und die Frage nach dem Wohin ist klar beantwortet.

Düstere, fette, schräge und sägende Gitarren machen den Weg frei, druckvolle Drums unterstützen die mit Hall unterlegte Stimme von  und sie klingen wirklich fett. Dreist, unverfroren.

Sie klingen nicht immer nur schmutzig, manchmal kommen sie eher daher wie triefnasse Säcke, die verzweifelt mit der nach unten ziehenden Schwerkraft kämpfen, ein Tümpel, der einen immer ein Stückchen tiefer zieht, sumpfartig.

Und ja, sie können tun was sie wollen.
Die neue Single, We Can Do What We Want, was soll ich sagen. Sie mischen ihre Karten neu, verteilen ein wenig Dreck in Richtung Interpol, spülen Geschirr mit Cloud Nothings und reichen hernach den Queens Of The Stone Age ein Glas Sekt. Nicht übel.

Es tönt alles eine Spur dicker, fetter, klebriger, düsterer.
Unklarer, versteckter.
Das ist gut so. Das ist gut. Und sie haben nicht verlernt, ordentlich Kette zu geben.
The Snake ist ein dumpfes Gespenst, das mit Handclaps herangeklappert kommt, in Chören mündet und eine ungeahnte Coolness an den Tag legt.

Rory und Eoin Loveless
sind noch immer erst knapp über zwanzig und verdammt jung, verdammt cool und verdammt großartig.
Auf dem nun vorliegenden
Undertow
wurden sie von Rob Graham bei drei Stücken am Bass unterstützt, sie wissen, es gibt viel zu tun.
Schauen wir mal, wie sie mit ihrer ungestüm stürmischen Art vorankommen und vor allem, wohin sie ihr musikalischer Weg noch führen wird.

Hört doch nur mal The Woods.
Es gibt immer ein Morgen.

drenge_undertow_1400_NEW

Introduction
Running Wild
Never Awake
We Can Do What We Want
Favourite Son
The Snake
Side By Side
The Woods
Undertow
Standing In The Cold
Have You Forgotten My Name?

° ° °

guthoerenistwichtig.drenge

92/100

Live:
27.4. Berlin – Magnet
28.4. Hamburg – Molotow

3 Comments

  1. Auf Maximo Park bin ich nicht gekommen, aber unpassend finde ich das jetzt nicht.. damals, als sie noch jung und ungestüm waren..
    Viele Grüße und frohe Ostern!

  2. Klingt jetzt unpassend, aber nachdem ich mir wirklich den Kopf darüber zerbrochen habe, woran verflucht mich das Ganze musikalisch erinnert, kam ich dann doch drauf: Maximo Park – verlegt in eine Grunge-Kulisse. Großartig 🙂

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