Staub und Sonne: CALEXICO – Edge Of The Sun

Ein Album von

CALEXICO

ist immer ein Hinhören wert.

So auch diesmal, wir haben es ja alle sehnlichst erwartet, das Erscheinen von
Edge Of The Sun
und unsere Hoffnungen werden nicht enttäuscht.

Wahrscheinlich mag die Band um Joey Burns und John Convertino ihr Crystal Frontier weder hören noch spielen und er hängt ihnen aus allen Körperöffnungen heraus, für mich aber ist dieser Song der, den ich in Gedanken mit den damaligen, aus heutiger Sicht kleinen, damals großen Problemen, mit Sonne und Autofahrten verbinde, mit sommerlichen Temperaturen und einer gewissen trotzigen Sorglosigkeit, einem unbestimmten „nicht wissen, wohin“.

Der Song, der für mich CALEXICO am besten präsentiert:

Das nun liegt aber eine gefühlte Ewigkeit zurück und mit dem neuen Album, auf dem sich namhafte MusikerkollegInnen ein Stelldichein geben ist ein weiterer Schritt gegangen zur Zusammenführung unterschiedlicher Lebenseinstellungen und Musikrichtungen, was seit jeher ein Anliegen der Band gewesen ist.
Mit neuen Gästen auf der Liste der Mitmusiker (unter anderem Carla Morrisson, Eric Burdon (!) und Neko Case, Band Of Horses und Sam Beam als bereits bekannten Mitstreitern) beginnen sie mit Falling From The Sky ungewohnt poppig und ohne Cajun, dafür mit großem Chor und den gewohnten sehnsüchtigen Bläsereinlagen.

Nur ganz kurz und wo wir gerade bei Erinnerungen waren: Coyoacan erinnert mich ein wenig an die Titelmelodie der NDR-Rundfunksendung „Zwischen Hamburg und Haiti„,
deren Reiseberichte gern mit Biskaya von James Last unterlegt waren..

Ansonsten gibt es viel Wohlklang, der gut unterhält, die ganz große Überraschung jedoch ist nicht dabei – was wahrscheinlich auch gar nicht in der Absicht der Künstler lag.

Die Spielfreude ist unüberhörbar und kommt gut an.
Stücken wie dem Woodshed Waltz hätten für meinen Geschmack ein paar Ecken und Kanten gut zu Gehör gestanden und er gleitet etwas zu eingängig in Richtung Schlager ab, wettgemacht wird das aber gleich im Anschluß mit dem schunkelig schnuckeligen Moon Never Rises, das für mich einen der Höhepunkte von
Edge Of The Sun
darstellt.

Für Fans eine neuerliche Wohltat, für Kritiker bleibt die Feststellung, dass sich

CALEXICO

auch auf Album Nummer Neun treu geblieben sind.

calexico

Falling From The Sky
Bullets & Rocks
When The Angels Played
Tapping On The Line
Cumbia De Donde
Mildes From The Sea
Coyoacan
Beneath The City Of Dreams
Woodshed Waltz
Moon Never Rises
World Undone
Follow The River

° ° °

81/100

Live:
17.6.  Heidelberg, Halle 2

18.6..  Ulm, Ulmer Zelt
19.6. Duisburg, Traumzeit Festival
5.8.   Luhmuehle, A Summer’s Tale
19.11.  Berlin, Columbiahalle

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