The Moth To A Flame: KILL THE WAVES – The One That Could Have Been

KTW promo shot 2

KILL THE WAVES
Tim Kwant (vocals, keyboard & guitar), Joe Williams (bass & keyboard), Dish Speybey (Cello, keyboard & vocals), John Luke Treadgold (drums), Heather Thikey (violin & keyboard) und Rob Williams (guitar) –
Six friends from different corners of Scotland who came together through a mutual love of music.

(bandcamp homepage)

(photo & allrights: KILL THE WAVES / A Badge Of Friendship)

° ° °

Und ganz plötzlich ist es da, dieses Ziehen, dieses Wohlgefühl.
Diese Übereinstimmung zwischen Fiktion und Realität,
die innere Zufriedenheit.

Die Intensität der Stimme von Sänger Tim Kwant erinnert nicht selten an Alec Ounsworth von Clap Your Hands Say Yeah, der Variantenreichtum, die Bandbreite ihres Sounds und den darin beinhalteten brachialen Emotionen an The Twilight Sad.

Zudem kommen die sechs Musiker von

KILL THE WAVES

auch noch aus Glasgow.

Inmitten gleitender, schwirrender Synthie-Sounds trägt die über allem schwebende und oft in mehrerne Oktaven wandernde Stimme von Tim Kwant dieses Album, auf dem neben der ausgebreiteten vertrackten düsteren Klanglandschaft mit den voll Hoffnung schimmernden Lyrics die Songs häufig vom wehmütigen Violinenspiel von Heather Thikey umwoben sind.

Schon im Eröffnungstrack Oak Tree wird die Richtung vorgegeben für den Sound dieser Platte,
ein Beginn wie ein Glockenschlag.

Wie das im glitzernden Morgentau feuchte Netz der Spinne, das im Windhauch leis sich auf und nieder wiegt, schwelgen die facettenreichen Melodien in Sehnsucht und Fernweh um Geborgenheit zu spenden und man ist versucht, den ein oder anderen Klang als Rettungsanker zu fassen, die immer wieder ausbrechenden und wandernden Gitarren zu ergreifen.

Alles schwebt und wogt, ein fesselnder Synthieteppich mit treibenden Drums, man spürt die Kraft und Energie, die Emotionen die uns aus den Songs regelrecht entgegensprühen. Anheimelnder Electropop schleicht heran, greift um sich und hält Dich in Atem. Im Titeltrack wird das Tempo verringert um eine kühl-knackige Atmosphäre zu schaffen mit versteckten Echos und sparsamen gothähnlichen Anklängen.

Erzählend und an Tempo gewinnend die Vorabauskopplung Vow.
Ein spannender Track mit Widerhaken und viel Gefühl, anschließend folgt Dead Wave einer Synthiehookline, für die Andere ihr Leben geben würden.
Am Ende des Albums noch eine gitarrige Explosion und chorähnliche Gesangslinien in Part II, dann steht man sprachlos vor einem neuen Durchgang.

Ein Album der Extraklasse, eine Entdeckung, ein bewegender Anwärter auf den Titel Album des Jahres.

kill

Oak Tree
Mine
The One That Could Have Been
Vow
Friend
Dead Wave
Plastic Face
Shadow
Better Days
Sun Song
Part II

° ° °

° ° °

killthewaves.bandcamp

twitter

 97/100

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