Herzklangimpressionen: LONE WOLF – The Lodge

lone

(photo & alrights: LONE WOLF / Paul Marshall / )

° ° °

Love, Love, Love, Love, Lodge.

Abschied ist ein scharfes Schwert, so wußte schon Roger Whittaker.
Aber jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne.

When all is said and done..

° ° °
Paul Marshall
aka

LONE WOLF

ist ein Guter.

° ° °

Wo sein letztes Album The Lovers noch etwas brüchig schien, voll innerer Unruhe war, ist

LONE WOLF

nun scheinbar auf seinem höchstpersönlichen Weg bei sich selbst angekommen und offenbart uns eine Gelassenheit, gepaart mit dem unausweichlichen Bedürfnis, seinen Hörern dringlich all das entgegen zu singen, was sein Herz in Bewegung versetzt.

Es ist Zeit für die langsamen Töne, die leisen, die das Leid und das Gefühl, das in
The Lodge
steckt, repräsentieren.
Nur mit Piano, versprengselten Bläsern und zurückhaltendem Schlagzeug kommt Marshall in itself, fast nackt, so offen und intim, so direkt, so allein mit sich und seinem in zartes Dunkel gehauchtem und gecroontem Chamber-Pop.

Niemand bewegt sich. Die Wipfel der Bäume stehen still und still sind auch die Vögel darin.
Auch so die Zeit. Alles scheint endlich und zugleich unendlich, scheint vorbestimmt.

Gute Songs entstehen oft aus großer Verzweiflung, in Phasen innerer Zerrissenheit findet manch Musiker Trost im eigenen Lied.
So wie manche Leute Gedichte schreiben und wieder andere stundenlange Telefonate brauchen, so scheint Paul Marshall nur einen Rückzugsort für sich und seine Gedanken benötigt zu haben, um diese Gefühle mit Tönen zu versehen und hier zu versammeln.

Ebenso kann bekanntermaßen große Freude ein Quell der Inspiration sein.
Oder große Gefühle im Allgemeinen, die Liebe nicht zu vergessen, ja, die Liebe.
Dieses unruhige Gefühl im Magen, dieses Sehnen, Ziehen, die Sehnsucht nach Einklang. Nach Nähe.
Ein Suchen. Vielleicht.. eine Hoffnung, ein Finden.

LONE WOLF

hat hier seine Möglichkeit gefunden, um in aller Stille mit sich selbst ins Reine zu kommen, aufzuräumen, zu ordnen, zu verorten und zu erzählen, vom Gefühl.

Einzelne Songs hervorzuheben fällt schwer in Anbetracht der dichten und durchgehenden Atmosphäre, die frei zu sein scheint von Zwängen und nur eigene Grenzen kennt.
Mal sind es die jazzigen Anklänge die eine Art Leitmotiv (gleich zu Beginn in Alligator) bilden, dann wieder füllt sich die Stille allein durch Marshalls Stimme.
The Art Of Letting Go beginnt mit einer Style-Councel-igen Einleitung um sich dann in dramatischer Hoffnung zu ziehen, innezuhalten, wiederzufinden.
Trotz (oder wegen?) der meist sparsamen Instrumentierung gelingt die Konzentration auf das Wesentliche. Ohne Pomp, ohne Bombast, überschwengliche Electronica und volltönende orchestrale Dreingaben.

Höhepunkt für mich ist Crimes in dem mit seiner an- und abschwellenden Melodie, dem Chor und dem pulsenden Piano
ein emotionales und intimes Feuerwerk gezündet wird.

Und noch einmal zurück zum Anfang:
The Lodge
markiert das Ende, es wird nach The Devil And I (2010) und The Lovers (2012) das letzte Album sein, dass Paul Marshall als

LONE WOLF

veröffentlicht.

Sein Projekt ist damit an seinem Ziel angekommen, was erzählt werden musste, ist nun zu Ende erzählt.

thelineofbestfit

Nichtdestotrotz freuen wir uns auf das, was uns die musikalische Zukunft dieses sympathischen Künstlers bringt, unter welchem Namen auch immer.

Danke für und an
LONE WOLF.

lone
Wilderness
Alligator
Crimes
Give Up
Mistakes
 Mess
Taking Steps
Art of Letting Go
Get Rough
Token Water

° ° °

° ° °

iamlonewolf

snwfrecords

94/100

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