Balsam des Spätsommers: SEAPONY – A Vision

sea
(photo & allrights: Seapony)

SEAPONY.

Schon allein der Name versprüht eine Art kindlicher Freude und Wohlklang: Ein niedliches kleines Seepferdchen, dass fröhlich grinsend durch die niedlichen kleinen Wellen reitet.

Die Band aus Seattle kommt nach einer kleinen Auszeit von zwei Jahren mit ihrem dritten Album
A Vision
zurück in die Lichter der medialen Aufmerksamkeit.

Sie klingen natürlich und klar und weniger verspielt und verschnörkelt als je zuvor und schaffen mit ihren Songs eine Eingängigkeit, die im spätsommerlichen Wetterleuchten gerade recht kommt und mit der Natur um die Wette funkelt und blitzt.

Auch sie donnern und rumpeln manchmal, aber sie tun das wie gewohnt eher verhalten und besänftigt, geborgen und ummantelt in einer Sweetie-Charming-Wolke aus Shoegaze-Twee-Rhythmen und der Stimme von Jen Weidl, die uns seit jeher erfreut und die Fröhlichkeit der Band ins Wohnzimmer  transportiert.

Wir haben die versteckte Einsamkeit einer halligen Drum-Machine und melancholisch-strandtauglichen Songs, die entspannt daherkommen, uns für eine gewisse Zeit fest im Griff haben. Dann kommt aber der Moment, von dem man sagt, es sei ein schwerer: Das, was man liebt, soll man gehen lassen.

Nun. Im Fall von

SEAPONYs

A Vision
ist das recht häufig erforderlich, da das Album mit seiner Länge Kürze von knapp über 30 Minuten
viel zu schnell vorüberfliegt.
Natürlich hat das wiederum auch den Vorteil, dass man oftmals geneigt sein wird, die Platte noch einmal zu starten. So hat alles seine Vor- und Nachteile und wie eine Medaille zwei Seiten.

Saw The Light
eröffnet das Album mit einem Klang, der sich in Variationen bis zum Ende der Platte bis zum Ende hindurchzieht. Ein spätsommerliches Liebeslied reiht sich an das nächste spätsommerliche Liebeslied. Schön ist das, ja.
Und man wird nicht müde ihnen zu lauschen und hineinzutauchen in eine leicht wehende Brise, die nie wehtut sondern wie Balsam wirkt auf Wunden, die schon fast in Vergessenheit geraten sind.

seapo
Saw The Light
Bad Dream
Couldn’t Be
Everyday All Alone
Hollow Moon
Let Go
A Place We Can Go
Go Nowhere
In Heaven
New Circle
A Vision

° ° °


° ° °
95/100

1 Comment

  1. cool! muss ich unbedingt reinhören. irgeneinen vorgänger fand ich von denen ziemlich spitze.

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