Ab nach Hause: LAPSLEY – Long Way Home

Mal vorweg: Ich verstehe den Wirbel um diese Platte nicht.

Sicher,

LAPSLEY

(mit „bürgerlichem“ Namen Holly Lapsley Fletcher) ist erst 19.

Na und?
Das sind andere auch.

Soak, Flo Morrissey, Avec, nur wenig älter Julien Baker.

Die sind Meilen besser. Und vor allem eigentständig. Und wiedererkennbar.

Hier gibts einen Stilmix nach dem Motto, von allem etwas, nur nicht zu sehr festlegen, nicht einschränken und dann mal abwarten. Discobeats, Synthies, soulige Momente.. wechseln sich ab mit halbseidenen Dreampop-ähnlichen Klängen.
Nichts halbes, nichts ganzes.

Seichte Disconummern wie Hurt Me gehen einem ganz schnell gehörig auf den Geist mit ihrem Möchtegern-Gefühl und den Vocoder-gezerrten Instrumenten und ihrer Stimme, die auch weder Fisch noch Fleisch ist und leider oft so gar nicht meinen Geschmack trifft.

Falling Short klingt wie Barmusik (Piano! Piano!) mit Knödel im Hals und Knoten in der Stimme. Mit Operator geht das ganz groß angelegte Gefühlsbeben los. Soul-Stimmen klingen an, bevor die Beatmaschine einsetzt.
Ob in den folgenden Songs Spieluhren oder Orgeln eingesetzt werden, die rechte Spannung mag sich bei mir nicht einstellen.

Hört es Euch einfach selbst an und entscheidet, ich finde in all dieser zu großen Belanglosigkeit leider keinen Grund, mir dies hier öfter anzutun.

° ° °

laps.jpg

Heartless
Hurt Me
Falling Short
Cliff
Operator
Painter
Tell me the truth
Station
Love is blind
Silverlake
Leap
Seven months

° ° °

42/100

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