Don’t Go: YEASAYER – Amen & Goodbye

YeasayerEliot_LeeHazel01.jpg

(photo & allrights: YEASAYER / Mute/Eliot Lee Hazel)

° ° °

Holding Back The Years.
Holding Back The YEASAYER.

Weiterhin im Dreiviertel-Fröhlichkeitsmodus unterwegs kommen sie mit
Amen & Goodbye
ganz schnell in unsere Herzen zurück.

Wie ein großer Chor stehen sie am Eingang ihres neuen Albums und beschwören uns, nur nicht voreilig den Saal zu verlassen.

Dazu besteht natürlich kein Anlass, viel zu gespannt sehen wir
ihrer neuen Platte entgegen.

I Am Chemistry hat mich überrascht und ein wenig von den Socken gehauen. Eine wundervolle Single, die überrascht, Spaß macht, und sowohl zum Bewegen als auch zum einfach nur Hinhören anregt.
(Könnten auch die Editors im Blue-Mountain-Disco-Remix sein.)

Soulful poppig gehts mit Silly Me weiter, ein Sommerhit der für die Straßencafés wehen wird und mit seinem blechernen Sound im Discogewand mit orientalischen Sprengseln durch und durch zu überzeugen weiß.

Wie ein vertontes Gedicht, eine Beschwörung dann im Anschluß Half Asleep. Aufbruchsstimmung, gepackte Koffer, eine jugendliche Reisegruppe auf dem Weg ins sommerlich liebestolle Abenteuer.

YEASAYER

schaffen es, mit ihrer Musik Bilder zu erzeugen und dabei beschwingt und positiv zu bleiben ohne nachlässig mit den Hörern umzugehen oder gar Ideen zu verwässern. Klar und direkt strömen ihre Melodien aus ihnen heraus.

Chris Keating, Ira Wolf Tuton und Anand Wilder haben eine irre Geschwindigkeit in ihren neuen Songs, man hat das Gefühl, nicht einen Moment lang wehören zu dürfen um nicht Gefahr zu laufen, irgendeinen wilden Kringel und irren Klang zu verpassen.

Chillige Synths, luftige Arrangements, halbreligiöse Textanleihen, powervolle Songs voll Singalong-Harmonien.
Das macht

YEASAYER

mit ihrer neuen Veröffentlichung aus.

Divine Simiculum könnte sich zum dunklen Tanzclubhit mausern, Gerson’s Whistle (ein Song über den Entwickler eines Krebsmedikaments) hat eine abgründige Tiefe, die es zu entdecken gilt.

Mögen einige von Verkopfung und zuviel gewollt sprechen (…), gerade in seiner Seltsamkeit liegt eine Stärke der Band.

Yeasayer.jpg

Daughters Of Cain
I Am Chemistry
  Silly Me
Half Asleep
Dead Sea Scrolls
  Prophecy Gun
Computer Canticle 1
  Divine Simulacrum
  Child Prodigy
  Gerson’s Whistle
  Uma
Cold Night
Amen & Goodbye

° ° °

87/100

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