Funkelsonnenrot: COVES – Peel

 

covesrobblackham.jpg

(photo & allrights: COVES / Rob Blackham)

° ° °

COVES

machen den Frühling zum Sommer.

Wer bei diesen Songs nicht mindestens einmal fröhlich mit den Zehen wackelt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Wer jedoch mindestens einmal mit den Zehen wackelt, der sollte sich die Zeit nehmen, um die neuen Songs von Rebekah „Beck“ Wood und John Ridgard für sich zu entdecken.

Dabei ist freilich nicht nur Sonnenschein und gute Laune angesagt. Das vermeintliche Gaspedal wird auch schonmal (wenngleich auch nur mal so, um die Kiste ins Dröhnen zu bringen) durchgetreten.

Cadavalier beginnt mit Handclaps und einem „Ich nehm Dich in die Arme“-Gesing der Frontfrau.

Und bevor der Refrain sich (Uh-Uh-Uh-Uh-Uh..) mit hintergründig sägenden Gitarren einschleicht, hat man sich mindestens dreimal gefragt, woher man denn diese Melodie kennt. Die kommt nämlich so eindringlich daher, als wäre sie schon persönlicher Standard.

Ah-Ah-Aooow… geht es in You’re Evil gleich weiter mit Refrains zum Erinnern. Wohlstrukturiert und von allem ein wenig. Shoegaze, Gitarren, Frauenpower und Gesang.

Und dann fragt man sich beim dritten Song endgültig, ist das Garbage? Oder sind’s die Yeah Yeah Yeahs? Elastica?
Ein kommender Sommerhit jedenfalls. Ganz großartig, hoher Spaßfaktor. Das ist Popmusik, die einfach rundherum gut gemacht ist ohne anzubiedern, ohne zu langweilen, ohne gleichförmig zu klingen.

Stormy schlägt in die gleiche Kerbe, bringt Windmühlenflügel zum Beben und dazu, sich gehen gen Wind in Bewegung setzen zu wollen. Nothing But Thunder In My Stormy Eyes.

To The Sea dann nimmt ein wenig das Tempo heraus und lädt zum Schunkeln ein. Hier wird georgelt, was das Zeug hält. Fein.

See Me Love Me zeigt einmal mehr, wie weit die Zwei als musizierendes Duo mittlerweile harmonieren und in ihrem Songwriting vorangeschritten sind. Das pfiffige Stück dominiert von sehnsuchtsvollen Lyrics mit … ich möchte nicht zu viel verraten.

Nicht mehr viel ist vom stellenweise dumpfen, dunkler gehaltenen Debüt Soft Friday zu verspüren, es ist aber keine Abkehr von Dreck und Schmutz, zu sehr kratzen die Songs und schmirgeln die Hoererseelen. Wir erleben hier ein Werk voll grandioser Melodien und einem immens hohen Wiedererkennungswert.
Der perfekte Soundtrack für jede Garagen-Psych-Party
oder einfach mal so zwischendurch.

COVES_peel.jpg

Cadavalier
You’re Evil
Tripping Over Lust
Stomy
To The Sea
See Me Love Me
I Just Don’t Care
So Empty
I’m Not There
Tongue Ties

° ° °

https://vimeo.com/154638572

92/100

covesband

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