Verdammt. Lang her: MARILYN MANSON – Heaven Upside Down

Zehn. Zehn Alben.
Da kommt einiges zusammen.

Wie viele der größten und besten
MARILYN MANSON
-Hits
auf dem neuen Album
Heaven Upside Down
vertreten sind, das sollte jeder für sich entscheiden.

Jedenfalls gehen Kritiken wie die im neuen MusikExpress gar nicht.

Sicher, wild, gefährlich und schockierend wirkt der mittlerweile fast Fünfzigjährige schon lange nicht mehr.
In Zeiten, in denen selbst 13-jährige bei Walking Dead nur müde lächeln, nebenbei per App kleine bunte Kuchen backen und es sogar die Pornoindustrie es ins altehrwürdige Abendprogramm der ARD geschafft hat (der bayerische Tatort vom letzten Sonntag..) muss man sich wahrscheinlich andere Dinge einfallen lassen als Fuck You oder Religions-Hasser Texte.

Apropos gefährlich: Es hätte fast passieren können, das dieses Album ein Posthum-Dingens geworden wäre, so denn der Unfall bei einem Konzert vor knapp vierzehn Tagen ernster geendet hätte, bei dem zwei riesige Pistolen, die zur Bühnendeko gehörten, auf den Sänger gefallen sind und ihn, vorerst zumindest, in die Rekonvaleszenz schickten.

Sei es wie es sei, früher war das alles schockierend und unglaublich roh und huah.. auch das Outfit konnte damals die Aufmerksamkeit der wachsamen Eltern aufs Äußerste strapazieren, hingen doch Poster von diesem Gruft-Goth-Wesen mit den schrecklichen Augen in letzter Zeit vermehrt über dem Schreibtisch der Jüngsten.
Heute, wo aber Bands wie Feuerschwanz und Blutengel beispielsweise das Line-Up des ehemals legendären MeraLuna-Festivals der schwarzen Szene bestimmen und man sich fragt, ob die Zurschaustellung von Blut und Ledertitten mehr wert ist als die Qualität des Produktes und der Contest zu „Ich trage einen doofen Namen“ von nahezu jeder Band des (vornehmlich deutschsprachigen) Genres angeführt werden könnte, macht das Outfit eines

MARILYN MANSON

niemandem mehr eine Gänsehaut und ist somit außen vor.

Was bleibt also? Die Musik. Richtig.

Und klingt die auch kühl, verrucht (SAY10), fast wie HIM in seinen guten Zeiten (im Rausschmeisser Threats Of Romance) oder wild (JESUS CRISIS) oder einfach nur dröhnt wie ein Soundtrack-Verschnitt eines B-Splatter-Movies, stellt dies nichts da, was nicht auch im Studentenradio ohne Probleme zur Kaffeezeit laufen könnte.

Ich bin unentschlossen, was ich von diesem Langspieler halten soll.
Irgendwie reicht mir das nicht.

63/100

MARILYN MANSONHeaven Upside Down

Revelation #12
Tattoed In Reverse
 WE KNOW WHERE YOU FUCKING LIVE
 SAY10
 KILL4ME
 Saturnalia
 JE$U$ CRI$I$
 Bloody Honey
 Heaven Upside Down
 Threats Of Romance

live:
16.11. Hamburg – Sporthalle
18.11. München – Zenith
20.11., Wien – Gasometer
25.11. Berlin – Velodrom
29.11. Düsseldorf – Mitsubishi E-Halle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..