Danke, wir kennen uns aus: CALEXICO – The Thread That Keeps Us

Eigentlich braucht man zu einem neuen

CALEXICO

-Album nicht viele Worte verlieren.
In Konstanz kommt alle paar Jahre (dazu auch noch bei der gleichen Plattenfirma, manchmal auch mit dem gleichen Produzenten, wie in diesem Fall wieder Craig Schumacher) die Ankündigung, dass die Herren Joey Burns, Scott Colberg, John Convertino, Sergio Mendoza, Jairo Zavala Ruiz, Jacob Valenzuela, und Martin Wenk mal wieder ein paar neue Songs eingespielt haben und dann oder dann ein neues Album erscheinen wird. Im Vorfeld gibt es dann ein paar Interviews und das ein oder andere Video.

Warum also, bei dem Erfolg, den die Kumpanen nunmehr seit neun Alben miteinander und mit ihrer von Sand, Wind, Kakteen und südafrikanisch geprägten Klängen haben, dieses ändern? Eben.

So ereilte uns also vor einigen Wochen die Mitteilung. das neue Album von

CALEXICO

wird
The Thread That Keeps Us
heißen und am 29.1. erscheinen.

So ist es. Hier ist es.

Beginnt es mit schrägen Schreigitarren ist das schon eine Besonderheit.
Ansonsten plätschern die ersten Songs zwar schmachtend und im gewohnten Fahrwasser gleitend vor sich hin, bleiben aber vor allem eins: unauffällig und a bissi belanglos.

Bis nach dem eingestreuten Instrumental Spinball der Höhepunkt des Albums ansteht: Under The Wheels.
Da blitzt Pop-Romantik auf, wie es früher Eskobar nicht besser hinbekommen können. Da kommt zur ungewohnten Reggae-Rhythmik und abgekühltem Sprechgesang das ach so typische eingeblasene

CALEXICO

Markenzeichen, bevor der Refrain wirklich die Herzen aufgehen lässt.
Großartige Melodie, großer Spaß.

Deep in the war machine, always someone else’s schemes

Das folgende The Town & Miss Lorraine versucht die hintergründige Stimmung mitzunehmen, was auch teilweise gelingt und mit klassisch anmutender Hintergrundinstrumentierung mit Flamenco-Gitarren gepaart ein netter Pop-Song entsteht, den ich aber nicht unbedingt der Band zuordnen würde, würde ich ihn im Radio hören.

Break.
Flores y Tymales kommt in spanisch und klingt wie ein altes Traditional.
Als würden binnen Sekunden die Mitspieler ausgetauscht, als stünden zwei verschiedene Bands zu den Aufnahmen bereit.

Another Space kommt mit Drogenorgel und funkigem Rhythmus, fällt aber nicht weiter positiv auf.

Wie im Vorraum der ortsansässigen Volksschule nur mit Tunnelstimme und fingergeprickter Akustischer dann Girl In The Forrest. Nicht schlecht aber nicht unbedingt übermäßig ansprechend.

U2-gleich dann Eyes Wide Awake.. What…

Ein zerfahren wirkender vorletzter Song, dann ein durchaus gelungener Folkpop-Schmachter zum Abschluss.
I love you“ sind die letzten Worte für dieses Mal. Nun, ja. Geschafft.
Ich bin hin- und hergerissen zwischen, ja, gut und ja, nee.

Ich mag sie trotzdem. Und wie gesagt, Under The Wheels ist ziemlich cool.

° ° °

74/100

CALEXICOThe Thread That Keeps Us
City Slang, 19.1.2018

 End of the World With You
Voices in the Field
Bridge to Nowhere
Spinball
Under the Wheels
The Town & Miss Lorraine
Flores y Tamales
Another Space
Unconditional Waltz
Girl in the Forrest
Eyes Wide Awake
Dead in the Water
Shortboard
Thrown to the Wild
Music Box

live:
9.3. Hamburg – Grosse Freiheit
10.3. Berlin – Tempodrom
11.3. München – Muffathalle
17.3. Fribourg – Fri-Son
18.3. Zürich – X-Tra
19.3. Linz – Posthof
21.3. Stuttgart – Im Wizemann
23.3. Köln – E-Werk

früher hier:

Spiritoso

Edge Of The Sun

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