(photo & allrights: ANMLPLNET)

° ° °

Ja, was haben wir denn da?
Neben ihrem Hauptjob bei Slothrust kommt Sängerin Leah Welbaum mit ihrem Kollegen Mickey Vershbow und einem spannenden Album herangepirscht.

Ich finde diese überbordende Art, die Vokale wegzulassen oder nur nach Gutdünken beizubehalten richtig doof. Wann ist das eigentlich passiert, das Vokale uncool wurden?

ch fnd ds brbrdnd rt, d Vkl wgzlssn dr nr nch Gtdnkn bzbhltn rchtg df. Wnn st s gntlich pssrt, dss Vkl ncl wrdn?

Elision. Apokope. Egal, wie auch immer man das nennen möchte und warum man das tut, vielleicht ja, um etwas Besonderes zu sein?

Mmmmh.. das hätten

ANMLPLNET

auch ohne derartige bei mir Unverständnis hervorrufende Spielereien geschafft.
Aber wer weiß, vielleicht steckt in diesem Fall auch mehr dahinter?
Vielleicht frage ich bei Gelegenheit mal.

Leah Welbaum singt hier oft zarter, sanfter, fast zurückgenommener als im gemeinsamen Zusammenspiel mit ihren Slothrust-Bandkollegen.
Nicht mit weniger Dampf oder dem für sie typischen Geschick, aus Untiefen heraus emporzupreschen und einen binnen weniger Worte zu fesseln.
Das gelingt hier auch. Ohne Frage.
Hier ist weniger mehr, noch weniger.

Eine psychedelisch anmutende Reise, bei der wir immer wieder angesogen und freigelassen werden, jubelnd in die Luft geworfen werden und uns dann im sicheren Hafen der mehr und mehr verzaubernden Klängen des Duos nach Luft zu schnappen.

Trotz spürbarer Aufgewühltheit ist

Fall Asleep

ein durchaus entspanntes Album geworden, das mit den fliegend fliessenden Übergängen wie ein großer hallugenoider Keks wirkt. Die Realität verschwimmt.
Verkehr mit einer Wolke.

Was ist das da, im Unterbewusstsein?
Was passiert eigentlich wirklich, wenn wir schlafen?
Was ist mit diesen Träumen, was mit jenen Dejá Vus?
Szenen, die einem bekannt, ja, vertraut vorkommen.
So vertraut, als hätte man sie schon erlebt. Durchlebt.
Und repeat.

Sie klingt so cool und strahlt dabei, diese Stimme hat, so könnte man sagen,
einen nahezu erotischen Glanz.
Jeder Song strahlt für sich (durch sie!), man fühlt sich der kindlichen Aufregung vor dem heiligen Fest ganz nah, ein Paket und noch ein Päckchen und da, noch eines.

Freudebringer!
Ach nein: Frdbrngr!

Auch wenn ab und an mit den beiden die Pferde durchgehen und eine Lrmwnd sich aufbaut, die Saiten der Gitarren zu klirren beginnen und zu scheppern wie aneinanderstoßende Gläser in der Vitrine, sich reiben wir ekstatische Körper in Verzückung, es macht einfach Spaß, hier hinzuhören.

(PS: Normal mache ich ja keine Werbung aber.. Der Downloadpreis des Albums bei amazon ist momentan mit 4.99 € fast zu schön..)

° ° °

92/100

ANMLPLNETFall Asleep
Ba Da Bing, 20.4.2018

I Was Fucked By A Cloud
20000 Leagues Underneath The Serpent
Ride
Elephant’s Aren’t So Big
All The Butterflies
What I Saw In The Field That Day

° ° °

// in english:

Well, what do we got here?
Besides her main job at Slothrust, singer Leah Welbaum approaches with her colleague Mickey Vershbow and an exciting album.

I find this exuberant way of leaving out the vowels or just keeping them as I see fit really silly. When did it happen that vowels became uncool?

ch find ds brbrdnd rt, d Vkl wgzlssn dr nr nach Gtdnkn bzbhltn rchtg df. Wnn st s gntlich pssrt, dass Vkl ncl wrdn?

Elision. Apocopes. Whatever you want to call it and why you do it, maybe to be something special?

Mmmmh… that would have

ANMLPLNET

even without such gimmicks causing me incomprehension.
But who knows, maybe there’s more to this case?
Maybe I’ll ask them sometime.

Leah Welbaum sings here often softer, gentler, almost more reserved than with her Slothrust band mates.
Not with less steam or their typical ability to squeeze up from shallows and tie you up in a few words.
That also works here. No question about it.
Here, less is more, even less.

A psychedelic journey in which we are repeatedly sucked in and released, cheeringly thrown into the air and then caught our breath in the safe haven of the enchanting sounds of the duo.

Despite noticeable turbulence.

Fall Asleep

has become a thoroughly relaxed album that looks like a big Hallugenoid cookie with the flyingly flowing transitions. Reality is blurring.
And having sex with a cloud.

What’s that in your subconscious?
What really happens when we sleep?
What about these dreams, what about those Dejá Vues?
Scenes that seem familiar, yes, familiar.
As familiar as if they had already been experienced. Living through.
And repeat.

She sounds so cool and radiant, that voice has, you could say,
an almost erotic sheen.
Each song shines for itself (through her voice!), one feels very close to the childish excitement before the holy feast, a package and another small parcel and there, another one.

Bringer of joy!
Oh no: Frdbrngr!

Even if from time to time the horses go through with the duo and a noise wall builds up, the strings of the guitars begin to clink and rattle like abutting glasses in the showcase, like we rub our extatic bodies in rapture, it is simply fun to listen here.

 

 

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