(photo & allrights: AISHA BURNS / hp)

° ° °

AISHA BURNS
– schon der Name verspricht Verschlungenheit, ein wenig Wildnis und Romantik.

Mit ihrem Debüt Life In The Midwater im Jahr 2013 überraschte sie die Welt mit Gänsehaut zaubernden intimen Köstlichkeiten.

Das hier nun mit ihrem zweiten Langspieler ein ähnliches gelingt war zu hoffen, nicht unbedingt zu erwarten. Viel zu oft sind die vielversprechenden Künstler zwar in der Lage, mit einer Platte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, dann aber folgt oft die Anbiederung an die unsäglichen Anforderungen, die ein Leben im Rampenlicht erfordert – oder ein Rückzug in unhörbare Klangwelten.. oder aber, es gelingt (wie in diesem Fall) ein ähnliches Kunststück noch einmal.

Nach der Veröffentlichung ihres Debüts schien die Welt für AISHA BURNS in Ordnung, ihre Songs waren der Welt zugänglich, sie bekam dafür Lob und überschwengliche Kritiken, mit ihrer Band Balmorhea arbeitete sie an neuen Projekten, sie steckte in einer glücklichen Beziehung.. und dennoch fühlte sie sich nicht rundherum zufrieden. Der Tod ihrer Mutter ein Jahr zuvor setzte ihr zu und beschäftigte sie mehr als sie erwartete.

So machte sie sich daran, ihre Vergangenheit als Teil ihres Lebens zu akzeptieren und versuchte, ihre Gefühle, die sich in einem Widerstreit zwischen Glück und Trauer, ja Zorn wegen der Ungerechtigkeit auf dieser Welt, dem Kampf zwischen Leben und Tod in Worte und Töne zu fassen.
So macht
Argonata
fort, was auf Life In The Midwater so herzzerreissend gelungen war: Ehrliche Songs aus dem Herzen einer glücklich trauernden, die für uns alle als Hoffnung dienen können.

Ihre Stimme ist ein Kaleidoskop der Gefühle, gefüllt mit Verwunderung, Überraschung und Zuversicht, auch in dunklen Stunden.
In einem zu Herzen gehenden Timbre intoniert die Künstlerin ein ums andere Mal ihre emotionalen Songs, die ergreifen und einen ohne Umschweife, ohne Herumreden leiten können und die ganz ohne Plüsch drumherum auskommen.

° ° °

89/100

AISHA BURNSArgonauta
Western Vinyl, 25.5.2018

We Were Worn
I Thought I Knew You Well
Must Be A Way
If I
Would You Come To Me
Argonauta
Leavin‘
Where Do I Begin

° ° °

aishavi.jpg

https://www.youtube-nocookie.com/embed/GW1upu5h-7E?rel=0

// in english:

AISHA BURNS
the name alone promises entanglement, a little wilderness and romance.

With her debut Life In The Midwater in 2013, she surprised the world with goosebumps of enchanting intimate delicacies.

That here now with her second long player a similar succeed was to be hoped, not necessarily expected. All too often the promising artists are able to draw attention to themselves with a record, but then often follows the inexpressible demands of life in the limelight – or a retreat into inaudible worlds of sound… or (as in this case) a similar trick once again succeeds.

After the release of her debut, the world seemed fine for AISHA BURNS, her songs were accessible to the world, she received praise and enthusiastic reviews, she worked on new projects with her band Balmorhea, she was in a happy relationship… and yet she didn’t feel completely satisfied. Her mother’s death a year earlier worried her and kept her busy more than she expected.

So she set about accepting her past as part of her life and tried to put into words and sounds her feelings, which are in a conflict between happiness and grief, even anger because of the injustice in this world, the fight between life and death.
This is how
Argonata
continous what was so heartbreaking on Life In The Midwater: honest songs from the heart of a happy mourner who can serve as hope for all of us.

Her voice is a kaleidoscope of emotions filled with wonder, surprise and confidence, even in dark hours.
In a timbre that goes to her heart, the artist intones her emotional songs, one after the other and one, these direct songs, that get along without any fuss, without talking around, without plush around it.

 

 

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