(photo & allrights: LULUC / bandcamp)

° ° °

Plötzlich, es trifft Dich wie.. ja, wie ein Schlag, Du hältst kurz inne, bleibst stehen inmitten Deiner Bewegung, drehst Dich um.. Nach ihr.
Dieser Duft, der Dich wie ein Dejà Vu zurückversetzt, in die Zeit der ersten Liebe, die Zeit in der man sich unendlich hingezogen fühlte, zu ihr.

Da gibt es auch diese Momente, die einen unbändigen akustischen Reiz haben/auslösen. Ich kann mir vorstellen, das neue Album von

LULUC

auch wenn man (erst einmal) nur einen Moment lang hineinhört wird man in seiner jeweiligen Aktivität gestoppt, sobald der erst Ton erklingt.

Ein wunderbar melodiöses, spannendes, rundes Album, in dem alles ineinander greift, zueinander genau den richtigen Abstand hat, zahnradgenau, akkurat und im höchsten Maße unterhaltsam.

LULUC

sind Zoe Randell und Steve Hassett.

und diese beiden veröffentlichen hier nun ihr drittes Studioalbum, den Nachfolger des von vielen Kritiken (und auch mir) hochgelobten Debüts Passerby.

Inmitten der Stimme/Stimmung fühlt man sich gefesselt, gebunden, widerstandslos zum Bleiben und Zuhören verurteilt.
Bis man schließlich von ganz allein der Meinung ist, es hätte nie eine andere Entscheidung geben können.

Sie machen es einem aber auch leicht:
Zärtlich romantisch glänzend kommen sie im Eröffnungsstück um die Ecke, um sogleich ihre Tentakeln in Deinen Hörwindungen zu verankern, Dir ein fast unmerkliches Nicken abzufordern. Doch dann, es wird stärker, aus einem Nicken wird ein Wippen. Die Stimmung steigt. Geradezu unwichtig inmitten dieses Wohlklangempfindens die mitgebrachten Geschenke, die J. Mascis oder Aaron Dessner hintergründig vor uns ausbreiten.

Entspannung und Zurücklehnen, die Poesie des Augenblicks, angereichert mit sanfter E-Gitarre oder streichelzarter akustischer Gitarre, sanft eingestreuten Synthieklängen aus vergangenen Zeiten ummanteln eine zerbrechlich schöne Stille, die einen herabsinken lassen in die Momente, die man in unruhiger Jugend gedankenverloren auf der Gartenliege unter dem Pflaumenbaum in Omas Garten vertrödelt hat, in unsicheren Gefühlslagen, sich weder der Liebe noch dem eigenen Leben klar gegenüberstehend, suchend.

Musik, die ein Begleiter ist, ein wunderschöner, geheimer Freund mit dem man immer wieder gern stundenlang vor dem Spiegel steht und die Welt an einem vorüberzieht.

° ° °

94/100

LULUCSculptor
Sub Pop, 13.7.2018

Spring
Heist
Kids
Controversy
Cambridge
Me And Jasper
Genius
Moon Girl
Needn’t Be
Sculptor

 

in english:

Suddenly, it hits you like… yes, like a blow, you stop for a moment, stop in the middle of your movement, turn around… After her.
This fragrance, which takes you back like a Dejà Vu, to the time of the first love, the time in which you felt infinitely attracted to her.

There are also these moments that have/trigger an irrepressible acoustic stimulus.
I can imagine the new album of

LULUC

even if you (first of all) only listen for a moment, you will be stopped in your respective activity as soon as the first sound is heard.

A wonderfully melodious, exciting, round album, in which everything interlocks, has exactly the right distance to each other, accurate to the gearwheel, accurate and highly entertaining.

LULUC

are Zoe Randell and Steve Hassett.

and these two are now releasing their third studio album here, the successor of their debut Passerby, which has been highly praised by many critics (and also by me).

In the midst of the voice/mood one feels bound, bound, unresistingly condemned to stay and listen.
Until you finally think on your own that there could never have been another decision.

They also make it easy:
Tenderly romantic and shiny, they come around the corner in the opening piece to immediately anchor their tentacles in your auditory windings, to demand an almost imperceptible nod.
But then, it gets stronger, a nod turns into a seesaw. The mood is rising. The gifts that J. Mascis or Aaron Dessner have brought with them are almost unimportant in the midst of this feeling of well-being.

Relaxation and reclining, the poetry of the moment, enriched with gentle electric guitar or soft acoustic guitar, gently interspersed synth sounds from past times encase a fragile beautiful silence, which let you sink into the moments that you have lost your thoughts in restless youth on the garden lounger under the plum tree in Grandma’s garden, in uncertain emotional situations, facing neither love nor your own life clearly.

Music that is a companion, a beautiful, secret friend with whom one likes to stand in front of the mirror for hours and the world passes by.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.