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(photo & allrights: SLOTHRUST / Danny Scott Lane)

° ° °

Sie sind zurück.
Und waren doch nie fort.

Mit Anmlplnet hat Frontfrau Leah früher dieses Jahr bereits ein eindrucksvolles Album auf den Markt geworfen.

Als

SLOTHRUST

haben Leah Wellbaum und ihre beiden Mitstreiter (Schlagzeuger Will Gorin und Bassist Kyle Bann) ihr geiles Gespür für Melodien aufgehoben, vereinen dies mit neuen Klängen, sei es eine hier und da eingestrute Akustikgitarre oder ein verirrtes Blasinstrument, und sie wagen, wie die Band selbst meint, öfter mal ja als nein und nehmen sich Freiheiten, die manch einer,
der die Band schon ein wenig länger verfolgt, als eher abwegig abtun könnte, wohl aber eine perfekte Weiterentwicklung ihres Soundgewands darstellt.

Auf
The Pact
geht es demnach nicht nur rockig und mit HauRuck zur Sache, wir könnten sogar am in der Nacht scheinenden Lagerfeuer einige der neuen Songs hören, ohne dass es jemanden vom Holzklotz vor dem Zelt reisst.

Nach ihrem selbstbetitelten letzten Album Everyone Else, das Mauern einriss und in Hunderten von Jahresendlisten auf vorderen Plätzen rangierte, ist

The Pact

der neue Run um Hörer.
Neue – und alte, die auch hier wieder voll auf ihre Kosten kommen sollen.

slothrustco

Nach einem etwas ungewöhnlichen Beginn mit Double Down folgt mit Peach ein gewohnt verfängliches Stück voller Energie und der unverwechselbaren Stimme von Wellbaum, die jede Socke hinter dem Herd hervorlockt, jeden älter gewordenen Grunge-Fan vergangener Zeiten in Erinnerungen schwelgen lässt aber auch jedes Mal wieder frisch klingt, unverbraucht, voll Leidenschaft und Energie.

Erstmal ohne Rücktritt und ungebremst in die Vollen geht es mit Titel Nummer drei, Planetarium

Mit For Robin gelingt der Band eine neuerliche Überraschung, in Stille und Ruhe kommt hier ein relaxter Song, der Lust auf mehr macht.

Und diese Hoffnung wird gleich im folgenden The Haunting erfüllt:
Eine erstklassige Hymne, die entspannt heran- und herumschleicht. Ein stilles Ding, dass geeignet ist, die AfterWork-Party entsprechend einzuleiten und die getragen wird von der süchtigmachenden Stimme ihrer Sängerin.

So, was können wir sagen, ist dies nun das Album des Jahres oder kommt da noch etwas anderes, überraschendes?
Man muss sich nicht großartig einhören und trotzdem ein paar Mal die Augen auf und zu machen um festzustellen, dass es hier immer noch

SLOTHRUST

sind.. Ihre Songs gehen ins Blut und verweilen dort.
Die ruhigeren, ungewohnteren Parts, die die Band hier anschlägt, passen, fügen sich ins Bild und ergeben ein bombastisch anmutendes Ganzes.

SLOTHRUST

schaffen Veränderung, bringen durch ungeahnte instrumentale Bereicherungen neue Ingredienzien in ihre Post-Grunge-Mischung und beschreiten neue Wege.

Sie hinterlassen dabei tiefe Fußspuren, in denen man ihnen gern folgt.

Wir bleiben auf Empfang.

° ° °

94/100

SLOTHRUSTThe Pact
(Dangerbird Records, 14.9.2018)

slothco

Double Down
Peach
 Planetarium
 Walk Away
 Birthday Cake
 For Robin
 The Haunting
 New Red Pants
 Fever Doggs
 On My Mind
Some Kind of Cowgirl

° ° °

https://www.youtube-nocookie.com/embed/–5WaKJfptE?rel=0

// in english:

Footprints on my mind

They are back.
And yet they never left.

With Anmlplnet, front woman Leah has already thrown an impressive album onto the market earlier this year.

As

SLOTHRUST

Leah Wellbaum and her two companions (drummer Will Gorin and bassist Kyle Bann) have lifted their horny feeling for melodies, combine it with new sounds, be it an acoustic guitar or a stray wind instrument, and they dare, as the band itself says, to say „yes“ more often than not to take liberties, which they do here sometimes,
and who has been following the band a little longer than this „change“ could be dismissed as absurd, but it really is a perfect further development of their sound.

On
The Pact
they are not only with HauRuck on the ball, we could even hear some of the new songs at the campfire shining in the night, without someone tearing from the wooden block in front of the tent.

After their self-titled last album Everyone Else, which tore down walls and ranked at the top of hundreds of year-end lists,

The Pact

is the new run for listeners.
New – and old, this thing is really worth waiting for. Again.

After a somewhat unusual beginning with Double Down follows with Peach a usual capricious piece full of energy and the unmistakable voice of Wellbaum, which lures out every sock behind the stove, lets every older grunge fan of past times indulge in memories but also sounds fresh every time, unspent, full of passion and energy.

First of all without applied handbrake and unrestrained into the full it goes with title number three, Planetarium

With For Robin the band succeeds in a new surprise, in silence and calm comes a relaxed song, which makes you want more.

And this hope is immediately fulfilled in The Haunting:
A first-class hymn that sneaks up and sneaks around in a relaxed way. A quiet thing that is suitable to introduce the AfterWork-Party accordingly and that is carried by the addictive voice of the band’s singer.

So, what can we say, is this the album of the year or is there something else coming, something surprising?
Of course, a vouple of times you try close and still open your eyes a couple of times to realize that there is still

SLOTHRUST

Their songs go into the blood.
Their songs go into the blood and stay there.
The quieter, more unusual parts, which the band plays here, fit into the picture and result in a bombastic whole.

SLOTHRUST

create change, bring new ingredients into their post-grunge mix through undreamt-of instrumental enrichment and tread new paths.

They leave deep footprints in which people like to follow them.

We stay on and keep looking out for more.

 

 

Ein Kommentar zu „Fußspuren im Kopf: SLOTHRUST – The Pact [review]

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