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Was sich hinter dem durchaus etwas sperrig anmutenden Namen

WICCA PHASE SPRINGS ETERNAL

verbirgt?

Nun, nicht weniger als Adam McIlwees Soloprojekt, mit dem er der dunklen Seite des Akustik-Folk mit unverortbarem Goth-Primitive-Revival-Ambiente aufwartet.

Silke Bischoff fällt mir spontan als Vergleich ein, schrammelnde akustische Gitarrenspielereien, angereichert um tuckernde Synths und eine beschwörende Stimme, die schmeichelnd warm ums Herz herumturtelt.
Dazu ein wenig Schrägheit der Magnetic Fields und Billy Bragg vom Erzählfluss.
Dass das nicht zusammen passt und auf den ersten Blick wie eine etwas seltsame Mischung anmutet, egal. Es passt.

Es ist synthetisch-akustischer Erzähl-Pop, der uns hier serviert wird.
Es geht um Geschichten, die der Alltag bereitet: Wenn man in seiner Küche sitzt, die Katze sich in der Sonne räkelt beispielsweise ist das nicht minder interessant und Thema wie die allgemeine Weltlage, in der einiges in Schieflage zu sein scheint.

Wenn man feststellt, dass der eingeschlagene Weg vielleicht doch nicht der richtige ist, man sich zurücksehnt, zu dem Punkt, an dem man begonnen hat (I Wake Up In Pain).

Auf diesem, seinem zweiten Soloalbum hat McIlwee alles selbst gemacht, alles auf diesem Album „…kommt von mir. Es ist so viel einfacher, den Hörer auf eine eigenst ausgedachte Reise mitzunehmen, anstatt sich in seinem Schaffen an einem Produzenten zu orientieren, dem man erst klar machen muss, was man ausdrücken möchte und wie es klingen muss.“

Der ehemalige Sänger und Gitarrist von Tigers Jaw ist in seinem Projekt seit 2013 solo aktiv, auf
Suffer On
ist ihm nun das umzusetzten gelungen, was ihm schon lange, quasi seit der Namensfindung seines Projekts im Kopf herumschwebt.

Man bekommt schon mit dem Titel eine Idee, eine Vorstellung  mitgeliefert für das, was da kommt. Eine Art Zusammenführung von Realität und Fiktion, zwischen Greifbaren und okkultem, diesem unbestimmten, unbegreiflichen Wissen, dass da noch etwas anderes, dass da noch mehr existiert ausser dem, was wir täglich in unserer Wahrnehmung aufnehmen und womit wir uns beschäftigen.

Auch wenn wir es manchmal nicht begreifen, so kann es gern weitergehen.

° ° °

90/100

Suffer On
Run For Cover Records, 15.2.2019

wicca

Together
Rest
I Need Help
Just One Thing
Contact
Crushed
I Wake Up In Pain
Does Your Head Stop
Put Me In Graves
Suffer On

° ° °

in english:

Unable to understand

What is behind the somewhat unwieldy name

WICCA PHASE SPRINGS ETERNAL

hide?

Well, no less than Adam McIlwee’s solo project, with which he offers the dark side of acoustic folk with an unlocatable goth primitive revival ambience.

Silke Bischoff spontaneously occurs to me as a comparison, scraping acoustic guitar
playing, enriched with chugging synths and an evocative voice that flatters warmly around the heart.
In addition a little weirdness of the Magnetic Fields and Billy Bragg of the narrative flow.
That it doesn’t fit together and at first glance seems like a strange mixture, no matter.
It fits.

It’s synthetic-acoustic story-telling-pop that is served to us here.
It’s about stories that everyday life prepares: If you sit in your kitchen, the cat lolls in the sun, for example, that’s no less interesting and a theme like the general world situation, in which some things seem to be in an awkward position.

If you realize that the path you have chosen may not be the right one after all, you long to return to the point where you started (I Wake Up In Pain).

On this, his second solo album, McIlwee did everything by himself, everything on this album „…comes from me. It is so much easier to take the listener on a journey of one’s own making, instead of orienting oneself in one’s work towards a producer to whom one has to first make clear what one wants to express and how it has to sound.“

The former singer and guitarist of Tigers Jaw has been solo active
in his project since 2013.
Suffer On
he has now succeeded in implementing what he has been floating around in his head for a long time, quasi since the name of his project was found.

You get an idea with the title, an idea for what’s coming. A kind of combination of reality and fiction, between the tangible and the occult, this indeterminate, incomprehensible knowledge that there is something else, that there is more besides what we take in our daily perception and what we deal with.

Even if we sometimes don’t understand it, it can go on.

 

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