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Australiens Exportschlager sind nicht zu unterschätzen, wenngleich wir sicher nur einen Bruchteil der dort veröffentlichten Alben tatsächlich auch für uns entdecken.

Demnach haben

METHYL ETHEL

bereits geschafft, was vielen anderen Musikern vom anderen Ende der Welt verwehrt bleibt: Sie verfügen über Hörer und Fans in unseren Breitengraden und sind mit ihrer neuen Platte schon zum wiederholten Male auf dieser Seite Erwähnung.

War ihr letztes Album vom ein oder anderen relativ belanglosen Song durchdrungen, ist diesmal wieder eine Steigerung der Eigenständigkeit mit interessanten Arrangements gelungen.

Triage,

ihr drittes Album ist ein buntes, ein breit gefächertes Werk, unlängst las ich die Beschreibung Hipster-Pop und muss sagen, so ganz unpassend ist dies beileibe nicht.

Hervorstechendstes Merkmal scheint ein ums andere Mal die Lead-Stimme, von Kopf und Mastermind hinter dem Projekt, Jake Webb, die uneinordenbar schwingt und schwelgt, die oftmals zwischen Unsex und Weiblichkeit über uns hereinbricht und vielfach kastratös tönt (im Kopf Nils Bech) und sofern man etwas damit anfangen kann, zum Matchwinner wird.

Dazu die fast schlagerartigen Rhythmen, die volksmusikalischen Melodien, die wie in Scream Whole zur Überraschung der Hörer in ihrer Fortführung unterbrochen wird und erst mit gewisser Verzögerung fortgsetzt wird, um erneut Tempo aufzunehmen und in gewohnten Gewässern umherzurudern und mit Handclaps und wuseligem Schlagzeug um sich haut.

Ein umfassend klarer Sound, mal angereichert um Pomp und Bombast, mal eher spartanisch ausgerichtet, stets aber an der Melodie orientiert und selten einmal aus der Bahn gleitend.

All dem haftet eine gewisse Jugendlichkeit, eine Theatralik an, die sich entweder einfügt oder einem quer im Kopf stecken bleibt.

° ° °
80/100

METHYL ETHELTriage
Remote Control, 15.2.2019

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Ruiner
Scream Whole
All The Elements
Trip The Mains
Post-Blue
Real Tight
Hip Horror
What About The 37°?
No Fighting

 

 

in english:

No theatre

Australia’s export hits are not to be underestimated, although we certainly only discover a fraction of the albums released there for us.

Thus

METHYL ETHEL

have already done what many other musicians from the other end of the world are denied: they have listeners and fans in our latitudes and with their new record they are already mentioned again on this page.

If their last album was permeated by one or the other relatively unimportant song, this time again an increase of independence with interesting arrangements has succeeded.

Triage,

their third album is a colourful, wide-ranging work, recently I read the description Hipster-Pop and have to say, this is by no means quite inappropriate.

The most outstanding feature seems to be the lead voice, from head and mastermind behind the project, Jake Webb, who swings and revel in an unclassifiable way, who often breaks in between unsex and femininity and often sounds castrated (in the head Nils Bech) and if you can do something with it, becomes the match winner.

In addition to the almost hit-like rhythms, the Volksmusik-melodies, which like in Scream Whole are interrupted in their continuation to the surprise of the listeners and are only continued with a certain delay, in order to pick up tempo again and row around in accustomed waters with handclaps and lively drums.

A comprehensively clear sound, sometimes enriched with pomp and bombast, sometimes rather sparsely oriented, but always oriented to the melody and rarely slipping off course.

All this has a certain youthfulness, a theatricality that either blends in or gets stuck in your head.

 

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