stonefieldba

Cooles Cover. Wirklich. Etwas surreal.
Wie ein verschollenes Dali-Irgendwas.

Aber man sucht sich ja auch Bücher nicht anhand des Drucks auf der Vorderseite aus.
Oder?
Nun, manchmal hat aber sicher ein Titelbild ein gewisses Entscheidungsmoment.
Erst, wenn man mal gehörig auf die Schnauze fällt, verlässt man sich dann doch besser auf andere Dinge als eine ansprechende Optik.

STONEFIELD

aus Australien überholen uns mal eben rechts mit ihrem neuen Album
Belt
und kommen derart rasant um die Ecke, dass eine prompte Reaktion – bis auf ein heftiges Luftschnappen, das geht immer – erst einmal zurückgestellt werden muss.
Sie überraschen Dich auf dem falschen Fuß und zerren Dich einfach mit.

Die vier Finlay-Schwestern Amy, Hannah, Holly & Sarah kommen aus einem Nest in Victoria, Australien. Schon früh als Band ohne Plattenvertrag sind sie beim Wettbewerb des Triple J-Radios aufgefallen, so dass Einladungen zu international anerkannten Festivals (wie beispielsweise 2011 in Glastonberry) nicht auf sich warten liessen.

Nach ihrem Album Far From Earth aus dem letzten Jahr liegt nun bereits ein neuer Langspieler der Schwestern in den Läden und wartet mit seiner ungebändigten Kraft auf Entdeckung.

Mit ihrem orgiastisch, nach drogengeschwängerter Luft duftenden Psycho-Stoner-Dumb-Rock, mit dramatischen Zoom-Rock-Riffs schwurbeln sie in der Luft herum, lassen ihre Gitarren dröhnen und kreiseln, frohlocken heimlich hinter vorgehaltener Hand und lassen wissen, warum Oma’s Tapete und die vom großen Bruder aus den Siebzigern genauso wieder in ist wie die wie riesige Fischaugen-glänzende orangefarbene Deckenlampe.

Produziert von den King Lizzard-Mitstreitern Joey Walker und Stu Mackenzie kommt dies nicht von ungefähr, erscheint die neue Scheibe doch wie schon ihr letztes Werk auf dem King-schen Label Flightless.

Die zwei produzierenden Gitarrenhelden liessen dem noch immer sehr jungen Musikerensemble ganz freie Hand. Und die Damen konnten aus dem Vollen schöpfen, haben sie doch einen ganzen Sack voll halb ausgearbeiteter Songideen in der Hinterhand, aus denen ganz nach Stimmung und Bedarf dann die Kompositionen für neue Scheiben zusammengebastelt werden.

Zwischen all ihren zerrenden, schlammigen Gitarren, sperrigen Orgel-Orgien und sphärischen Synthie-Einlagen ist es nach wie vor Amys Stimme, die eindeutig die Richtung bestimmt.

In ihren Songs verarbeiten die Musikerinnen neben gemeinsamen Erlebnisse und Erfahrungen, oft auch surreale Gedankengänge, zelebrieren so beispielsweise in Sleep eine Ode an die Dunkelheit, in der sie sich gefangen aber auch so sicher fühlen, dass sie keine große Lust verspüren, dieses Inmitten von Nichts, dieses In-Between in die ein oder andere Richtung zu verlassen.

In weniger als einer Woche zusammengetragen und produziert wird in den Songs auf
Bent
eine Art Live-Gefühl transportiert, ein direktes Anwesendsein, Dabeisein, eine Atmosphäre des Zusammenseins und gemeinsamen Erlebens.
Darum, Augen zu und durch und dann gleich nochmal von vorn.

Wir hoffen baldigst auf Nachwuchs.

° ° °
93/100

STONEFIELDBent
Flightless, 14. Juni 2019

stonefieldco.jpg

Sleep
Dog Eat Dog
Dead Alive
People
Route 19
66
If I Die
Dignity
Shutdown
Woman

in english:

In-Between

Cool cover. Really. Somewhat surreal.
Like a lost Dali something.

But you don’t choose books by its cover.
Or?
Well, sometimes a cover picture certainly has a certain moment of decision.
It’s only when you fall on your muzzle that you’d better rely on other things than an appealing look.

STONEFIELD

from Australia overtake us on the right with their new album
Belt
and come so rapidly around the corner that a prompt reaction – except for a violent air snatch, which is always possible – must first be postponed.
They surprise you on the wrong foot and just drag you along.

The four Finlay sisters Amy, Hannah, Holly & Sarah come from a village in Victoria, Australia. Early on as a band without a record contract they attracted attention at the Triple J-Radio competition, so invitations to internationally renowned festivals (such as Glastonberry in 2011) weren’t long in coming.

After their album Far From Earth from last year, a new long player of the sisters is already in the shops, waiting to be discovered with his unbridled power.

With their orgiastic, drug-waved air-scented Psycho-Stoner-Dumb-Rock, with dramatic Zoom-Rock-Riffs they swarm around in the air, let their guitars roar and spin, rejoice secretly behind their hands and let us know why Granny’s wallpaper from the seventies is just as in again as the giant fisheye shining orange ceiling lamp.

Produced by the King Lizzard comrades Joey Walker and Stu Mackenzie this is no coincidence, as the new album appears on the King Lizzard label Flightless like their last work.

The two producing guitar heroes gave the still very young music ensemble a free hand. And the ladies were able to draw on the full range of their repertoire, as they have a whole sack full of half-finished song ideas in their hindquarters, from which the compositions for new records are then put together according to mood and need.

Between all her dragging, muddy guitars, bulky organ orgies and spherical synth interludes, it is still Amy’s voice that clearly determines the direction.

In their songs the musicians process common experiences and experiences, often surreal trains of thought, celebrate for example in Sleep an ode to darkness, in which they feel trapped but also so safe that they don’t feel a great desire to leave this midst of nothing, this in-between in one direction or the other.

In less than a week the songs are assembled and produced at
Bent
a kind of live feeling, a direct presence, being there, an atmosphere of being together and experiencing together.
Therefore, eyes closed and through and then again from the beginning.

We are hoping for a new arrival soon as possible.

 

 

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