catclyba

(photo & allrights: CAT CLYDE / bc)

° ° °
CAT CLYDE.

Schon der Name verspricht Abenteuer. Ein gewisses Unwohlsein. Raue, wilde Natur.
Selbst der Kleine Prinz hat alles, was ihm über den Weg lief, gezähmt.
Warum sollte

CAT CLYDE

dann nicht auch.. mit dem Wolf tanzen? Ihn zähmen, mit ihm kuscheln im Gras, hm?
Tut sie.
Schaut Euch dieses Cover an. Versonnen ins Nichts blickend, behütet und beschützt durch das wilde Tier, vor allem.

Dabei führt sie uns durch ihre Welt. Eine Stimme, die in ihrer rauen Art mal hier mal da einbricht, mal hier einen Akzent neben der Spur setzt, ihn im gleichen Moment umrahmt und einholt um ihre natürliche Stimmung zu präsentieren.

Eindringlich, bisweilen mit ironisch anmutendem Unterton zelebriert die Künstlerin ihre Musik, die einen bunten Querschnitt aus bluesigem Rock, Poetik, Erzählkunst mit leichtem Country-Einschlag bietet.

Beeinflusst von Michael Hurley (mittlerweile 77 jährige, amerikanische Folk-Legende, prägend für die Greenwicht Village-Folk-Szene) und Connie Converse (eine 1974 verschwunden Folk-Sängerin, deren Geschichte faszinierend und deren Verschwinden bis heute unklar ist) schafft sie mit ihren Songs ein eindringliches Cat Clyde-iversum, in das sie mit ihren Texten Einblick gewährt.

Meist, so sagt sie, schreibt sie einfach ber das, was sie im Moment des Entstehen einer Songidee beeinflusst und beeindruckt, sie versucht es so gut wei möglich zu machen, ohne aber ein festes Ziel vor Augen zu haben. Sie schreibt, bessert aus, verändert – und schaut einfach, wohin der Wind sie trägt..Ihre Stimme, eines der größten Pluspunkte und Markenzeichen vermittelt das Gefühl von Freundschaft, die über das normale Maß hinausgeht, langjährige Freundschaft, fast eine Seelenverwandtschaft. Sie singt mit einer Hingabe und mit Gefühl, vermeidet dabei aber, zu dick aufzutragen und entsagt jedlicher Pathetik.

Durch die Unterstützung von Carlo, einer wie sie sagt unglaublichen Torontoer Soul-Blues-Band tönt ihr Zweitlingswerk mehr nach weiter Welt, weniger nach Selbstgemachtem, wie es noch auf ihren Debüt streckenweise der Fall war.

Immer wieder kommen jazzige Anleihen zum Tragen, immer wieder stolpert man unvermittelt über einzelne Wörter und Sätze, die in ihren Texten hervorstechen.
Ein langwiedriger Aufnahmeprozess liegt diesem Album zugrunde, viele Songs haben schon einige Jahre auf dem Buckel, wurden immer weiter entwickelt, bis schließlich die hier vorliegenden 10 Stücke feststanden und in mühseliger Kleinstarbeit schließlich im Seattler Bear Creek Studio den letzten Schliff erhielten.

Oft geht es in fast traditioneller Weise um Liebe, missglückten Beziehungen und verdrückten Tränen (Anymore), dann geht es wie im gleich doppelt angebotenen The River um das tägliche Leben eines Soul-Musikers, der auf der Reise zu sich selbst zu sein scheint, mit Stolz und Freude unterwegs, mit unbekanntem Ziel, letztendlich zu sich selbst findend. All The Black, einer ihrer frühesten Songs spiegelt ihr Leben in schwierigen Zeiten wider.
Sie ist älter geworden, erwachsener und sie weiß, was sie tut und wie sie es tun muss, um ihre Intentionen ihren Hörern nahe zu bringen.

Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit den Songs, ich bin stolz auf meine Musik, es ist alles, wie ich es haben wollte und ich bin glücklich mit der Platte.

Ich auch.
° ° °

96/100

CAT CLYDEHunters Trance
Cinematic Music Group, 14.6.2019

catclydeco
Bird Bone
Reach It
So Cold
I Don’t Belong Here
Anymore
All The Black
Not Like You
Rock & Stone
So Heavy
The River (Acoustic)
The River (Full Band)

° ° °

in english:

Campfire, Adventures, Monster

CAT CLYDE.

Already her name promises an adventure. A certain indisposition. Rough, wild nature.
Even the Little Prince has tamed everything that came his way.
Why shouldn’t then

CAT CLYDE

….dance with the wolf?
Tame him, cuddle with him in the grass, huh?
She does.
Have a look at this cover.
Looking pensive into nothingness, guarded and protected by the wild animal, above all.

She leads us through her world. A voice that in its rough way sometimes breaks in here and there, sometimes puts an accent next to the track, frames it at the same moment and catches up to present its natural mood.

The artist celebrates her music, which offers a colorful cross-section of bluesy rock, poetics, narrative art with a light country touch, forcefully, sometimes with an ironic undertone.

Influenced by her own words by Michael Hurley (the now 77 years old american Folkmusic legend) and Connie Converse (a folk singer who disappeared in 1974, whose story is fascinating and whose disappearance is still unclear today), she creates a haunting Cat Clyde-Universe with her songs, into which she provides insight with her lyrics.

Most of the time, she says, she simply writes about what influences and impresses her at the moment of the creation of a song idea, she tries to make it as possible without having a fixed goal in mind. She writes, improves, changes – and just looks where the wind takes her.. Her voice conveys a sense of friendship that goes beyond normal, long-lasting friendship, almost a soul mate. She sings with devotion and feeling, but avoids being too fat and renounces all pathetic.

With the support of Carlo, what she calls an incredible Toronto soul-blues band, her second album sounds more like a wide world, less homemade, as was the case on her debut.

Here and again jazzy borrowings come to bear, again and again you possibly stumble abruptly over individual words and sentences that stand out in her lyrics.
This album is based on a long recording process, many songs have already been on the hump for several years, were developed further and further, until the 10 tracks here were finally determined and in painstaking miniature work finally got the finishing touches in the Bear Creek Studio in Seattle.

Often it’s about love, failed relationships and tears (Anymore) in an almost traditional way, then it’s about the daily life of a soul musician who seems to be on a journey to himself, with pride and joy, with unknown destination, finally finding herself, as in the double offered The River. All The Black, one of her earliest songs (she wrote at High School), reflects her earlier life in difficult and darker times.
She has grown older, more mature and she knows what she is doing and how to do it to bring her intentions closer to her listeners.

I’m very happy and satisfied with the songs, I’m proud of my music, it’s all the way I wanted it to be and I’m happy with the record.

So am I.

 

 

 

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