Eigentlich kann ich keine Rezension zu

LANA DEL REY

schreiben, ohne die Meinung des geschätzten Kollegen Peter von Coast Is Clear vorab gelesen zu haben.
War für mich früher diese bisweilen unnatürlich scheinende Kunstfigur mit Taft-Frisur (sitzt) eher ein No-Go, durch seine Zugewandtheit und die Texte zu Lana habe ich sie mittlerweile schätzen und gern mögen gelernt.
Sogar auf einem Weihnachts-CD-Sampler war sie vertreten – ist dies doch etwas, was nur wenigen zuteil wird.. ‚

Und nun die Aufnahme in den Kreis der Adligen durch Pitchfork, wo das neue Album

Norman Fucking Rockwell

eine 9,4 -Wertung erhielt.

Nun.. nun denn: Ein Klasse-Album, ohne Frage.

Als aufmerksamer Musikfan konnte man erfahren, dass das aktuelle Werk Lana‘s erstes Album sei, das sie zum Spaß und einfach für sich selbst gemacht hat.
Alles davor.. war für die Fans.

Nun.. Apropos persönlicher Spaß: Textzeilen wie Summertime… and the living is easy.. machen mich dann aber / leider / doch / eher / ein wenig / latent aggressiv und törnen mich ab.

Wobei dies nicht wirklich erheblich und entscheidend ist, genügend andere Songs, die hier vertreten sind bereiten dann doch einfach große Freude.

Ich will einfach mit dir tanzen, Baby, ich will doch einfach nur mit dir tanzen…
Don’t be a jerk don’t call me a taxi.. (supercool)
Auch Titel wie das geniale hope is a dangerous thing for a woman like me to have – but I have zeugen von einer Offenheit, gepaart mit feiner Ironie und einem verschmitzten Grinsen im Hinterkopf.

Lust For Life war eine großartige Scheibe.

Das neue Werk wirkt ein wenig zurückhaltender im Klang, macht mehr ein eigenes Ding und liefert für einige Fans sicher Grund zum Schlucken, sind doch langsam kriechende Beats wie in How To Disappear näher an Portishead als an der Durchschnittsgrütze – mit der sie sicher mehr Geld verdienen könnte…

Das einleitende Klavier in Mariners Apartment Complex ist schon etwas besonderes.
In Erzählmanier inklusive einer Erotik, für die sie irgendwie arrestiert gehört, kommt sie daher und man muss sich doch etwas zurückhalten, um ihr nicht in Gedanken verdächtig nahe zu kommen.

Gegen Ende kommt mit dem seelenvollen Titelstück nochmal ein kleiner Durchhänger der mir persönlich nicht so taugt, aber ei ei ei.. alles gut. Sehr.

° ° °

92/100

LANA DEL REY Norman Fucking Rockwell!

lanaco.jpg

Bartender
California
Cinnamon Girl
Doin‘ Time
Fuck It I Love You
The Greatest
Happiness Is A Butterfly
hope is a dangerous thing for a woman like me to have – but I have it
How To Disappear
Love Song
Mariners Apartment Complex
The Next Best American Record
Norman Fucking Rockwell
Venice Bitch

//

Actually, I can’t (couldn’t/shouldn’t) do a review on

LANA DEL REY

without having read the opinion of our esteemed colleague Peter of Coast Is Clear.
In the past, this sometimes unnatural artificial figure with a taffeta hairstyle (sits) was more of a no-go for me, but I have come to appreciate it and like it because of his affinity and the lyrics about Lana.
She was even represented on my personal Christmas CD sampler – this is something that only a few bands get… ‚

And now the inclusion in the circle of nobles by Pitchfork, where the new album

Norman Fucking Rockwell

received a 9.4 rating.

Well… well then: A class album, without question.

As an attentive music fan one could experience that the current work was Lana’s first album, which she made for fun and easy for herself.
Everything before that… was for the fans.

Well… Speaking of personal fun: lyrics like: Summertime… and the living is easy.. but then make me / unfortunately / but / rather / a little / latently aggressive and turn me off.

Whereby this is not really considerable and decisive, enough other songs, which are represented here, simply bring great joy.

I just want to dance with you, baby, I just want to dance with you…
Don’t be a jerk don’t call me a taxi... (supercool)
Titles like the ingenious hope is a dangerous thing for a woman like me to have – but I have testify to an openness paired with fine irony and a mischievous grin in the back of the head.

Lust For Life was a great record.

The new work seems a little more reserved in sound, does more of a thing of its own and surely gives some fans reason to swallow, as slow crawling beats like in How To Disappear are closer to Portishead than to the average grits – with which she could earn more money…

The opening piano in Mariner’s Apartment Complex is something special.
In a narrative manner including an eroticism, for which she somehow has to be arrested, she comes along and you have to be a bit reserved, in order not to get suspiciously close to her in your thoughts.

Towards the end the soulful title track comes along with another little flaw / slack / sag that doesn’t suit me personally, but.. a little one… all well. Very much.

12 Kommentare zu „Dream Dream Dream: LANA DEL REY – Norman Fucking Rockwell (review)

  1. Danke erstmal für die Blumen zu Beginn Deines Beitrags – und ich verzeihe es großmütig, dass Du einfach so was zu „meiner“ Lana geschrieben hast, ohne auf mein Go zu warten. 😉 Ich selbst bin bekanntlich seit langem großer Fan (seit 2011, Erstkontakt 2010) und finde eigentlich alle Alben von ihr grandios (BTD, ihr Hitalbum, inzwischen nur noch mit Abstrichen), und mag auch viele ihrer unreleased Sachen.
    Mit dem neuen Album bin ich aber noch nicht so ganz warm geworden. Ja, es ist sehr gute Musik, unbestritten, aber irgendwie erwarte ich von Lana etwas mehr. Mehr Düsternis, mehr Opulenz im Sound. Mal gucken, wie ich die Scheibe gegen Ende des Jahres bewerte. Derzeit würde sie keine 92/100 und auch keine 9.4 von mir bekommen.
    Übrigens finde ich „Doin‘ time“ auch nicht so den Knaller, da hätte sie lieber ihr neues Cover von „Season of the witch“ aufs Album packen sollen:

  2. du…ich bin open minded genug (ha1)-die ist bombe. habe dein video geschaut und dann ein live dinge, was mir da so fesch recht angeboten wurde beim jugendtuben.
    Das ist echt gut.

  3. So hart find ic meine Worte ja gar nicht. Ich gebe ja zu dass ich auch einfach nur etwas bewegungsöahm und reizresistent bin;-) Ich horch mal le link, danke.

  4. Ooooh.. harte Worte.. 😉 Ich verstehe das gut.. ich fand sie wie erwähnt auch zunächst einfach nur Püppchen-mäßig.. aber, nee.. das ist schon schick.
    Hier, ein Video mit geschminktem Mädchen und Schmetterlingen. Aber feiner Text, eines der besten Lieder des neuen Albums, meiner Meinung nach. Irgendwo zwischen Julia Stone & Princess Chelsea..
    Trau Dich.. https://youtu.be/1uFv9Ts7Sdw

  5. hm. ich lobe deinen text erstmal – und las ihn auch nur – wegen der keywords: Lust for Life. Pitchfork. Und dass du das alles irgendwie auch nicht willst;-)
    Mir wurde zigmal gesagt Lana del Dings sei ein Popstar den ich mir auch als Indfiebla mal antun muss, weiles echt was ist. Die was hat.
    Ich kenne alle alben der Kinks, über Pual Weller kann ich dir mehr sagen als Paul Weller, Belle and Sebastian fragen mich vor jeder Singleauskopplung (ähem)- aber Lana del rey?? Ist das nicht wieder so eine „ich bin selbstbestimmt-Mädchen-Mukke“?

    Wenn du mir ein Video sagst das „zeckt“ wage ich es. Ansonsten: Rolling Stones Forever;-)
    Lg,
    David

  6. ja.. ich war nur irgendwie genervt, weil ich es seltsam unpassend fand so… egal. Stand am Herd und es ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
    Nicht wichtig. Ziemlich gutes Ding das da trotzdem.

  7. gut, der summertime song ist ja auch ein Sublime-Cover. Da kann man ein zwei Augen zudrücken 😉

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