austraprfb

(photo & allrights: AUSTRA / facebook)

° ° °

Sie ist wieder da.
Katie Stelmanis.
Und auf ihrem neuen Werk als

AUSTRA

dringt sie in gesangliche Höhen vor, die wir bislang von ihr noch nicht erleben durften.
So ist dies mit Risk It, dem ersten vorab zu hörenden Track schon so eine Sache. Auf der anderen Seite, nun, man könnte sagen Mut zum besonderen Ausdruck: Ihre bis über die Schmerzgrenze hinaus ver…änderte Stimme ist schon gewöhnungsbedürftig und hat mir schon damals, als die damals noch aussergewöhnlich kreativen Crystal Castles mit ähnlich Klingendem zunächst die Nackenhaare hochstehen lassen. Hier wird, liest man im Pressetext ein wenig nach, erkennbar, dies ist Teil des Konzepts von Ausdruck der Selbstfindung und dient der Präsentation. Teil dessen, was Stelmanis auszudrücken versucht.

Dabei kann sie oft in kurzen, prägnanten Lyrics den Hörer zum Nachdenken bringen.

And when your family comes back to town
Do you know what you will say when they ask about me?

Und auch im zweiten Single-Auskoppler Anywayz:
Natürlich ist hier wieder – wie gewohnt, wie meist – eine unwiderstehliche Melodie, mit alleingesanglichen Breaks, lediglich vom Pianospiel unterstützt, dem folgend die Beats, für die die Band bekannt und geliebt wird um hiernach zurückzukehren zu wavigen Synthieloops und verführerischen Electronics zum Hineinversinken.

Auch mithilfe neuer Stilelemente, die sich bisher nicht im Konzept finden liessen, beispielsweise Einsinger lieblich-abstrakter Kinderchöre und zunehmender Präsenz des Pianos – welches immer mehr die Synthies nicht wirklich verdrängt, jedoch ab und an in den Hintergrund schiebt.
Dies geht zu Lasten der Eingängigkeit und der mitreissenden Beats, kann aber im Rahmen de Weiterentwicklung durchaus als Pluspunkt gewertet werden, so man möchte.

Gleich mit einer ganzen Reihe unterschiedlichster Mitstreiter hat sie ihr neues  Werk in Angriff genommen – nach dem 2017er Future Politics, auf dem sie eine gewisse Distanziertheit praktizierte, in ihren kühlen Arrangements die Eisbrecher an der Seite hat stehen lassen, so ist diesmal die Beschäftigung mit ihren Gefühlen, widerstrebenden Emotionen und Zweifeln, greifbar, spürbar, hörbar.

Ein Werk mit Hindernissen, die es zu erhören, zu entdecken gilt.
Ein für AUSTRA-Verhältnisse anderes, ungewohnt tönendes Album. Natürlich ist da noch diese Magie, diese Energie.. aber…
Wir warten einfach mal ab, ob dies eine Richtung vorgibt oder wohin tatsächlich die Reise gehen wird.

Nun gilt es erst einmal die Wartezeit bis zur verschobenen Tour zu überbrücken.
Also denn, liebe Alle: Hört mal rein [austr.: Hi-Ru-Din].

° ° °

90/100

AUSTRAHiRUDiN

austraco

Anywayz

All I Wanted
How Did You Know?
Your Family
Risk It
Interlude I
It’s Amazing
I Am Not Waiting
Interlude II
Messiah

//

Just Listen

 

She’s back.
Katie Stelmanis.
And on her new work as

AUSTRA

she reaches singing heights that we have not yet been able to experience from her.
So it’s already something like that with Risk It, the first track to be heard in advance. On the other hand, one could say courage to express herself in a special way: Her voice, which has been changed beyond the pain threshold, takes some getting used to and already made my hair stand up on the back of my neck when the then extraordinarily creative Crystal Castles with a similar sounding. Reading the press release, it becomes clear that this is part of the concept of expression of self-discovery and serves the purpose of presentation. Part of what Stelmanis tries to express.

She can often make the listener think in short, concise lyrics.

And when your family comes back to town
Do you know what you will say when they ask about me?

And also in the second single knockout Anywayz:
Of course there is – as usual, as usual – an irresistible melody, with solo breaks, supported only by piano playing, followed by the beats the band is known and loved for, and then returning to wavy synth loops and seductive electronics to sink into.

Also with the help of new stylistic elements that could not be found in the concept so far, such as lovely abstract children’s choirs and the increasing presence of the piano – which is not really replacing the synths but is now and then relegating them to the background.
This is at the expense of the catchiness and the rousing beats, but can be seen as an advantage in the context of further development, if you like.

Right away she started her new work with a whole series of very different comrades-in-arms – after the 2017 Future Politics, where she practiced a certain detachment, leaving the icebreakers on the side in her cool arrangements, this time the preoccupation with her feelings, reluctant emotions and doubts is tangible, palpable, audible.

A work with obstacles to be heard, to be discovered.
A different, unusual sounding album by AUSTRA standards. Of course there is still this magic, this energy… but…
We just wait and see if this gives a direction or where the journey will actually take us.

Now we have to bridge the waiting time until the postponed tour.
So then, dear everybody: Lis-ten-in [austr.: Hi-Ru-Din].

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.