slumlegsba

Tamsin, Mich, Maria, Kate, Emily & Alex
(photo & allrights: SLUM OF LEGS / bandcamp)

° ° °

Und Du nimmst gleich noch eine Karte. Und wieder ein Joker.
Das.. ist einfach unglaublich, das ist.. Mit diesem Blatt kannst Du sofort fertigmachen..
Das Spiel ist Deins, der Gewinn auch.
Wie ein Versprechen eines Werbeprospekts,
Sie werden sich fühlen wie ein Gewinner!
Nehmen Sie teil, machen Sie mit und

Das ist wie der Ausflug am Ende des Einkaufs auf dem Wochenmarkt zur Würstchenbude.
Drei Kleine bitte.
Diese herzhaft leckeren, oberleckeren, bisweilen gar knusprig angerösteten Wiener Würstchen, mit Senf, oder Ketchup, oder gar beidem. Auf dem Pappservierteil über den Tresen (boah, das ist hoch, da muss man sich ganz schön strecken..) herübergereicht.
Für eine Mark zwanzig. Ein wiederkehrender Verlass. Einfach geil.

Und ja, so sind die Geigen hier, wild, entschlossen, treibend.
Quer und durcheinander, stürmisch, einfach geil.
In Kombination mit mehrstimmigem Gesang, als Antriebsfeder gespannt bis zum Tabu, geht nicht mehr, ausgereizt.

Feminism-Queer-Punk. Mit Streichern und voll Power und Gefühl.
Grandios. Wie ein Löffelchen Extra-Sahne auf dem Eisbecher.
Mit Knusperkrokant.

° ° °
Just love each other

° ° °
Man kann sich auch als halbwegs intelligenter Mensch und MusikerIn gemeinsam im Kreis aufstellen und Sexgeräusche machen (White Leather).
Man kann auch einfach mal schreien.
Manchmal muss das sein und meist tut es gut.
Wenn dann noch so Dinge wie diese Scheibe hier dabei entstehen, der man die Fun-Prozedur der Entstehung förmlich anhört, dann sollte ein Jeder mal die Chance nutzen.
Los, ruft Eure Freunde an und schreit gemeinsam! Das geht auch online. Und hat sicher phänomenale Effekte, wenn man die Schreivideos dann neben- und übereinander zeitgleich abspielt.

SLUM OF LEGS

kommen aus Brighton.

Sie verarbeiten in ihren Songs den Alltag, das Leben und all die Dinge, die einen jeden von uns mehr oder weniger oft tendieren. Dinge, die einen nicht ständig beschäftigen, die aber, wenn sie einem dann mal über den Weg laufen schon gewissermaßen danach schreien, bearbeitet und analysiert zu werden.
Das Online-Leben, ohne das die neue Generationenn sich kein Leben mehr vorstellen kann. Wie viele Eurer Kinder könnten sich denken, nicht einfach mal während des Essens mit der Familie am Esstisch in der Küche nach einem ganzu plötzlich und dringend aufgetretenen Problemlösung zu googlen, sondern sich da Ganze zu merken, dann in Vaters Bibliothek zu gehen und im Lexikon schließlich den begriff herauszusuchen..?!
Oder wer kann sich vorstellen, ein ganz dringend benötigtes Kleidungsstück aus einem Katalog herauszusuchen (womöglich noch in einem fetten Inhaltsverzeichnis nachschauen zu müssen) um dann eine Bestellkarte auszufüllen, eine Briefmarke zu organisieren und die Karte im Anschluß zur Post beziehungsweise in den Briefkasten zu bringen?
Um dann, nach gefühlt mehreren Halbleben ein Paket zu erhalten, vom Versandhaus des Verrtrauens?
Ja, so war es.. und so anders ist es heute.

Oder beim Thema Dating nicht auf Apps zurückgreifen zu können sondern vielleicht mal auf eine Kontaktanzeige (…) zu antworten? Oder gar eine Chiffre-Anzeige? Und dann zu hoffen, eine Antwort im Briefkasten oder, wenn man mutig war, per Telefon zu erhalten? Verrückt.
Aber so war das eben.

So stecken in ihren Songs Botschaften und Geheimnisse, Lebenswahrheiten und in Ironie und Bissigkeit verpackte mögliche Herangehensweisen an die Probleme des Alltäglichen.

So sind sie natürlich auch mal traurig, mal todernst, mal einfach nur die objektive, wenngleich unverständliche Wiederspiegelung persönlicher Erlebnisse oder Erfahrungen. So trifft die Poesie vergangener Jahrzehnte auf aktuellste Geschehen und Bedürfnisse – ohne einander im Weg zu stehen, ohne sich zu bekämpfen, ohne Berührungsängste.

° ° °
‘I know I’m ugly cos you remind me daily’

° ° °

Ob man nun den Gemeinschaftssinn hervorheben möchte oder die einfach grandiose Art ihres Zusammenspiels, seien es indianische Rituale (Baader-Meinhof..) die man bei seichtem Nebenbeihören vermeintlich wahrzunehmen meint, So kommen sie klar, direkt und unverfälscht, schleudern ihren Rotz vor unsere Füße auf das wir uns daran erfreuen. Ehrlich mal, es ist keine Schande, Vagabonds von New Model Army mal ganz großartig gefunden zu haben. Folk-/Rock-/Cross-/Punk-Spaß mit Anspruch.
Das ist kein Widerspruch, das ist Realität.

Jede der sechs
SLUM OF LEGS
Musikerinnen
hat ihre persönlichen Erfahrungen, seine Bedürfnisse, musikalische Vorlieben und auch Vorstellungen, wie das gemeinsame Produkt schließlich letzten Endes klingen könnte – oder sollte.
Gemeinsam daran zu arbeiten und diese unterschiedlichen Dinge in die Songs einfliessen zu lassen, hat etwas Befreienedes, etwas Beflügelndes.
Und das hört man dieser äußerst gelungenen Platte in jeder Sekunde an.

° ° °

99/100

SLUM OF LEGSSlum Of Legs
Cargo/Spurge, 13.3.2020

slumoflegsco

Benetint & Malevolecence
Slum Of Legs
I Dream Of Valves Exploding
RUTHE14ME
In Yr Face
Love’s Not Enough
The Baader-Meinhof Always Look So Good In Phtotos
White Leather
Sasha Fierce
The Last Time

° ° °

in english:

Noisemakers

And you’ll take another card in a minute. And another wild card.
That… that’s just incredible, that’s… You can finish with this hand right away.
The game is yours, and so is the prize.
It’s like a promise of a leaflet,
You will feel like a winner!
Take part, join in and

This is like the trip to the sausage stand at the end of the shopping at the weekly market.
Three little ones, please.
These hearty, tasty and sometimes even crispy roasted Wiener sausages, with mustard, or ketchup, or even both. Passed over the counter on the cardboard quarter (whoa, that’s high, you have to stretch quite a bit…).
For one mark twenty. A recurring reliance. Just awesome.

And yes, that’s how the violins are here, wild, determined, driving.
Cross and confused, stormy, just awesome.
In combination with polyphonic singing, as a driving force stretched to the taboo, no longer works, exhausted.

Feminism-Queer-Punk. With strings and full of power and feeling.
Grandiose. Like a spoonful of extra cream on a sundae.
With crunchy brittle.

° ° °
Just love each other

° ° °
It is also possible for a halfway intelligent person and musician to stand in a circle together and make sex noises (White Leather).
You can also just scream.
Sometimes this is necessary and mostly it does good.
If then things like this disc are created and you listen to the fun-procedure of the creation, then everybody should take the chance.
Come on, call your friends and shout together! That also works online. And it certainly has phenomenal effects when you play the scream videos side by side and on top of each other at the same time.

SLUM OF LEGS

are from Brighton.

In their songs they deal with everyday life, life and all the things that tend to make each of us more or less often. Things that don’t bother you all the time, but which, when you come across them, cry out to be processed and analysed.
The online life, without which the new generation cannot imagine life anymore. How many of your children could imagine not just googling while eating with the family at the dining table in the kitchen after a sudden and urgent solution to a problem, but to remember the whole thing, then go to dad’s library and look up the term in the dictionary?
Or who can imagine picking out an urgently needed item of clothing from a catalogue (possibly having to look in a bold table of contents) and then filling out an order card, organising a stamp and then taking the card to the post office or letterbox?
And then, after several half-lives, to receive a parcel from the mail-order company Verrtrauens?
Yes, that’s how it was… and it’s so different today.

Or not to be able to fall back on apps when it comes to dating, but maybe to answer a personal ad (…)? Or even a box number ad? And then to hope to receive a reply in your mailbox or, if you were brave enough, by phone? Crazy.
But that’s just the way it was.

So her songs contain messages and secrets, truths of life and possible approaches to the problems of everyday life wrapped up in irony and biting.

So they are of course sometimes sad, sometimes deadly serious, sometimes simply the objective, albeit incomprehensible, reflection of personal experiences. In this way, the poetry of past decades meets current events and needs – without standing in each other’s way, without fighting each other, without fear of contact.

° ° °
I know I’m ugly cos you remind me daily

° ° °

Whether one would like to emphasize now the community spirit or the simply grandiose kind of their interplay, be it Indian rituals (Baader-Meinhof…) which one thinks to perceive with shallow side listening supposedly, thus they come clear, directly and unadulterated, hurl their snot before our feet on that we enjoy it. Honestly, there’s no shame in having found New Model Army Vagabonds a great song.
Folk/rock/cross/punk fun with attitudes.
This is no contradiction, this is reality.

Each of the six
SLUM OF LEGS
musicians
has her personal experiences, his needs, musical preferences and also ideas about how the joint product could – or should – ultimately sound.
To work together on it and to let these different things flow into the songs has something liberating, something inspiring.
And you can hear that in every second of this extremely successful record.

 

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