(photo & allrights: SHITKID / facebook)

° ° °

Das ist mal eine Überraschung.
Das klingt wie Cranes on Speed oder My Bloody Irgendwas mit Schwanengesang.
Kein Pardon, kein Zurücknehmen.
Shoegaze mit Sex-Appeal.

Kindchenschema mal auf gut. Ohne Kerle, die drauf warten, dass das Röckchen hoch rutscht. Was es natürlich trotzdem tut.
Und alles sehr sehr gut gemacht.

Entweder oder. So eine Musik ist das.
Man verfällt ihnen einerseits oder findet sie Kacke andereresits.
Ganz oder gar nicht, so blöd man diese Grundsatzentscheidung manchmal verabscheut, hier ist es angemessen.

SHITKID


ist Åsa Söderqvist aus Stockholm.

Nachdem Frau Bassistin Lina Molarin Ericsson das Duo verließ ist das Projekt nun wieder ein Soloding. Und, nun, es tut dem keinen Abbruch, im Gegentum, es ist ein Album voller Spaß und Freude, dem man eben dieses auch voll und ganz anhört.
Lärm und sweety Lutschbonbon, Keyboardganzkörpereinsatz, Krach und nebenbei immer beeindruckende Melodien, verpackt, versteckt, spielerisch ganz nebenbei rausgehauten.

20/20
ist 100% crazy shitty weirdo Pop-Unterhaltung a la Popmusik 2020 die keine Popmusik ist sondern eine Selbstinszenierung ohne Zwang, ein einfach cooles Hey, hier bin ich und das bin ich und ja, genau das ist meine Musik. Mag es oder mag es nicht, das ist es, was ich Dir geben kann.

Ob es mit Knackarsch-Refrain und leicht anrüchigem „Ooooaaah“ und in Tüll gehaltenem, stetig wiederholendem Waste Of Time gut ins Ohr flutscht oder verhalten und blubbernd wie im erzählenden Dying To, welches in genau den richtigen Momenten Fahrt aufnimmt,

SHITKID

hat immer die passende und eine Idee mehr als man so erwarten würde.
Kurzweilig und grandios unterhaltsam.
Geile Platte.
° ° °

97/100

SHITKID 20/20
PNKSLM, 25.9.2020

885 (navy)
Farmboy
Cool Breeze
Waste Of Time
Dying To
Dream Sequence
Freak
Stubborn Signs


// in english:

Holy.

Now that’s a surprise. Not.
It sounds like Cranes on Speed or My Bloody Something with swan song.
No mercy, no taking back.
Shoegaze with sex appeal.

Kid’s scheme, let’s face it. Without guys waiting for the skirt to slide up. Which of course it does anyway.
And everything very well done.

Either or. That’s the kind of music.
You fall for it on the one hand or find it shit of otheresits.
Completely or not at all, as stupidly as one sometimes detests this fundamental decision, here it is appropriate.

SHITKID

is Åsa Söderqvist from Stockholm.

After Mrs. Lina Molarin Ericsson left the duo, the project is now a soloding again. And, well, it doesn’t do any harm, but on the contrary, it’s an album full of fun and joy, and you can listen to it to the fullest.
Noise and sweety lozenges, keyboard full body use, noise and by the way always impressive melodies, wrapped, hidden, playfully knocked out by the way.

20/20
is 100% crazy shitty weirdo pop entertainment a la pop music 2020 which is not pop music but a self-dramatization without compulsion, a simply cool Hey, here I am and that’s me and yes, that’s exactly my music. Like it or dislike it, that is what I can give you.

Whether it slips into your ear with a crack-ass chorus and a slightly disreputable „Ooooaaah“ and in tulle, constantly repeating Waste Of Time, or whether it’s restrained and bubbling like in the narrative Dying To, which picks up speed at exactly the right moments,

SHITKID

always has the right one and one idea more than one would expect.
Entertaining and grandiosely entertaining.
Cool record.


4 Kommentare zu „Holy: SHITKID – 20/20 (review)

  1. Ja, inzwischen habe ich mir das Album auch mal zu Gemüte geführt … ich muss allerdings zugeben, dass es mir auf Dauer dann doch zu anstrengend ist. „Waste of time“ ist da für mich schon der Hit drauf.

  2. Hach, ganz vergessen hier.. seltsam mit den Kommentaren, mal geht’s automatisch, dann wieder nicht.. entschuldige bitte. Nun, ja, ich bin da schon sehr angetan von ShitKid.. das ist recht ungewohnt klingend und hat Charme ohne Ende.. Hast Du schon weiter gehört?
    Herzliche Grüße
    Jens

  3. Der Song im Video klingt auf jeden Fall schon mal interessant – diese wunderbar billigen Synths sind auf jeden Fall was für mich, und auch die ganze verzerrte Struktur, die dann oben drauf kommt. Da muss ich mir wohl mal das Album anören. 🙂

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