photo & allrights: LOMA / facebook


Manchmal sind zweite Alben so ein Wackelding.
Wenn man mit dem Debüt einen gewissen Erfolg verzeichnen konnte, sieht man sich der Gefahr gegenüber, alles richtig, alles ähnlich wiederholen. Weil, es hat ja gefunkt, geklappt, gefallen. Und hatte Erfolg.
Zugleich möchte man natürlich eine gewisse Weiterentwicklung. Persönlich, musikalisch, weltlich.. whatever – nicht unter allen Umständen außen vor lassen.
Man könnte auch alles anders machen und damit Alle überraschen.
Auf Teufel komm raus beweisen, hey, schauts her, ich kann auch anders.

Vielleicht sind

LOMA

dieser Gefahr aufgrund der Zusammensetzung der Band und deren anderweitige Projekte gar nicht so sehr ausgesetzt gewesen. Vielleicht haben sie auch daran nicht gedacht. Vielleicht spielt das auch überhaupt keine Rolle.

Don’t Shy Away
jedenfalls ist ungefähr dort anzusiedeln, wo das namensgleiche Debüt der Band vor nicht ganz drei Jahren endete.
In Kritiken stets wohlwollend mit Lob überschwängt, im realen Leben mit einem steten aber nicht zu großen Freundeskreis gesegnet.
Vielleicht ist das alles genau das, was die Band möchte.

Jonathan Meiberg von Shearwater, Emily Cross von Cross Record und Dan Duszynski (Partner in Musik und Life) haben hier erneut ein Werk mit verzaubernder Wirkung geschaffen. Es wirkt bereits beim ersten Zuhören, entfaltet aber seine Eigenheiten erst bei genauerer Betrachtung.
Da ist das wie mit mehreren Schichten Kleidung, die man bei kalten Temperaturen um seinen Körper hüllt – um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Und auch wohnt ihm wieder ein geheimnisvoll wehendes Leichtigkeitsgefühl mit sehnsuchtsvoll melancholischen Zügen inne.

Dreampop mit crazy fordernden Blasinstrumenten, mit hibbeligem Bassspiel mit Hang zu heimatlich-heimeligen Songs mit gern auch hin und wieder einer Portion folklorisitschem Flair oder sonnigen Americana-Sounds.

Ein Album jedenfalls, das ein vielfaches Entdecken lohnt und einem mit jedem Durchgang ein wenig mehr ans Herz wächst.


89/100

LOMA Don’t Shy Away
Sub Pop, 23.10.2020



Fix My Gaze
Ocotillo
Half Silences
Elliptical Days
Given A Sign
Thorn
Breaking Waves Like A Stone
Blue Rainbow
Jenny
Don’t Shy Away
Homing

//in english:

Always/Still/Again


Sometimes second albums are such a shaky thing.
When you have had some success with your debut, you face the danger of repeating everything right, everything similar. Because, it worked, worked, liked. And had success.
At the same time, of course, you want a certain further development. Personal, musical, worldly… whatever – not to be left out under all circumstances.
You could also do everything differently and surprise everyone.
To prove, for heavens sake, look here,we can also do things differently.
Maybe
LOMA
this danger has not been exposed to much due to the composition of the band and their other projects. Maybe they didn’t think of that either. Maybe it doesn’t matter at all.
Don’t Shy Away
at any rate, is to be settled approximately where the debut of the band of the same name ended three years ago.
In reviews always well-intentioned with praise, in real life blessed with a steady but not too large circle of friends.
Maybe this is exactly what the band wants.
Jonathan Meiberg from Shearwater, Emily Cross from Cross Record and Dan Duszynski (Partner in Music and Life) have once again created a work with an enchanting effect. It works already at the first listen, but unfolds its peculiarities only on closer inspection.
It’s like having several layers of clothing wrapped around your body in cold temperatures – to be prepared for all eventualities.
And there is also a mysterious, wafting lightness in him again, with wistfully melancholy features.
Dreampop with crazy demanding wind instruments, with jittery bass playing with a tendency to homely songs with a touch of folkloric flair or sunny Americana sounds.
In any case, an album that is worth discovering many times over and that grows a little bit more to your heart with every pass.


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