photo & allrights: TELE NOVELLA / Julian Neel / Kill Rock Stars / fb




Es gibt Musik, die läuft nebenbei.
Es gibt Musik, die schreit geradezu danach, abgestellt zu werden.
Es gibt Musik, die lässt einen für einen Moment die Zeit vergessen.
Musik, die einen den Atem anhalten lässt und die ein kitzeliges unaufhaltsames Gefühl im Bauch macht.
Die die Dinge still stehen lässt.

TELE NOVELLA

sind Natalie Ribbons und Jason Chronis.
Ihre zweite Platte erscheint am 5. Februar über Kill Rock Stars.
Es ist ein Album, dass das Zeug zum ganz großen Ding hat.
Es verzaubert.
Es klingt, als wäre man mal eben „Schwupps!“ in den Spiegel gestiegen und im Wunderland herausgekommen.
Märchen, Fairy Tale, Theater, Country, Folk und Kabarett.
Eine Stimme, die einen durchaus auch mal verunsichert, die einen umschlingt und Dich durch die Pfützen zerrt und mitreisst, die groß tönt, die genausogut aber die leisen unscheinbaren Töne trifft und wie einen Dartpfeil in der Mitte der Scheibe sich butterweich in Dein Herz bohrt.

Wenn man einen Song zum ersten Mal hört und beim Hören fast die Tränen kommen, dann muss da irgendetwas dran sein.
Paper Crown ist so ein Titel.
Ein Songs des Jahres.
MIt einem wirklich grandiosen Video.

Sie kommen aus einer kleinen Stadt in Texas, Lockhart.
Sie besitzt einen Laden für Second Hand Klamotten und er sammelt seltene Schallplatten.
In der Stadt gibt es einen Glockenturm. Und viele viele Kühe.
Insgesamt strahlt Lockhart diese unbeschreibliche, diese seltsam aus der Zeit gefallene Old-West-Atmosphäre aus.

Zwischen Mittelalter und Folk-Pop-Enchantment, es zerreisst einem das Herz wenn Natalie ihre Stimme reisen lässt, auf und ab, ein stetes unstetes Hin- und Hinüber, zwischen Wildheit, Eleganz und freundschaftlicher Erhabenheit, zwischen Erzählkunst und dem Nebenbei, dem schönesten vorstellbaren Nebenbei. Ein wirres Durcheinander, wie ein Stapel alter Zeitschriften, in denen man plötzlich einen Artikel entdeckt, der irgendwie Dein Leben verändern wird.

Wie das erste Schlecken am Lieblingseis bei erwachendem Frühlingssonnenschein.
Ein Windhauch zerzaust Dein Haar, ein unerwarteter Besuch, Du noch im Schlafanzug, ein freundliches Wort am Morgen, noch vor dem ersten Schluck Kaffee.
Ein Zischen, ein Zirpen. It Won’t Be Long.
Eine Tonfolge, eine Melodie.
Seltsam, spontan und von mutiger Entschlossenheit, dem Alltag ein Schnippchen schlagend, überraschend und erfrischend wie ein Bad im Bergbach in der aufgehenden Sonne.

Sie klingen niedlich. Was fast eine Herausforderung darstellt, sie nicht zu unterschätzen.
Ihre charmanten Songs haben diese spezielle Anziehungskraft: Sie bleiben.
Besispielsweise Words That Stay.
Unverhohlen zurück in der Zeit, vintagelike. Und doch mit seinem Twee-Jingle-Rhythmus unausweichlich betörend.
Wie in einem Horror-Psycho-Filmssequenz, die man sich immer und immer wieder anschauen möchte. Geheimnisvoll, verwerflich, unheimlich und mitsamt seinen unaussprechlichen fast magisch anziehend.
Wie ein Wiedersehen mit einem Freund, den man schon lange Zeit nicht mehr getroffen hat.
Neu, vertraut und wunderschön.

Es ist magisch. Stets unerwartet, immer auf’s Neue überraschend und unerwartet.
Und spannend ohne Ende.

//und hier nochmal der Hinweis auf meiin Interview mit Natalie im Vorfeld der Veröffentlichung:
Welcome To The Fairytale

° ° °
100/100

TELE NOVELLAMerlynn Belle
Kill Rock Stars, 5.2.2021

Words That Stay
It Won’t be Long
Never
Wishing Shrine
One Little Pearl
Paper Crown
A Lot to Want
Crystal Witch
Desiree
Technicolor Town

// in english:


Vintage, Cows & Country-Pop

There is music that plays on the side.
There is music that just screams to be turned off.
There is music that makes you forget time for a moment.
Music that makes you hold your breath and gives you a ticklish unstoppable feeling in your stomach.
That makes things stand still.
TELE NOVELLA
are Natalie Ribbons and Jason Chronis.
Their sophomore record comes out February 5 via Kill Rock Stars.
It’s an album that has the makings of something big.
It enchants.
It sounds like you just „poof!“ into the mirror and came out in Wonderland.
Fairy tales, adventures, theater, country, folk and cabaret.
A voice that sometimes unsettles you, that embraces you and drags you through the puddles, that sounds big, but also hits the quiet, inconspicuous notes and bores into your heart like a dart in the middle of the dartboard.
When you hear a song for the first time and it almost brings tears to your eyes, there must be something to it.
Paper Crown is such a title.
A song of the year.
With a really great video.
They come from a small town in Texas, Lockhart.
She owns a second hand clothing store and he collects rare records.
There’s a bell tower in town. And many many cows.
Overall, Lockhart exudes this indescribable, this strangely out-of-time Old West atmosphere.
Between medieval and folk-pop enchantment, it tears at your heart when Natalie lets her voice travel, up and down, a constant unsteady back and forth, between wildness, elegance and friendly grandeur, between storytelling and the incidental, the most beautiful incidental imaginable. A tangled mess, like a stack of old magazines in which you suddenly discover an article that will somehow change your life.
Like the first lick of your favorite ice cream in the awakening spring sunshine.
A breeze ruffles your hair, an unexpected visitor, you still in your pajamas, a kind word in the morning, even before the first sip of coffee.
A hiss, a chirp. It Won’t Be Long.
A sequence of notes, a melody.
Strange, spontaneous and of courageous determination, cheating everyday life, surprising and refreshing like a bath in a mountain stream in the rising sun.
They sound cute. Which is almost a challenge not to underestimate them.
Their charming songs have that special appeal: they stay.
Words That Stay, for example.
Unabashedly back in time, vintage-like. And yet inescapably beguiling with its twee jingle rhythm.
Like a horror-psych movie sequence you want to watch over and over again. Mysterious, reprehensible, eerie and with its ineffable almost magically attractive.
Like a reunion with a friend you haven’t met in a long time.
New, familiar, and beautiful.
It is magical. Always unexpected, always surprising and unforeseeable.
And exciting without end.

//and here again the hint to my interview with Natalie in the run-up to the release:
Welcome To The Fairytale


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